GRENZE17.09.2026
Österreich verlängert Grenzkontrollen zu Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien bis Mitte März 2027
Österreich setzt seine Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien für weitere sechs Monate fort — bis zum 15. März 2027. Das Innenministerium setzt dabei nach eigenen Angaben verstärkt auf flexible Grenzraumkontrollen statt rein stationärer Grenzpunktkontrollen und will Pendler und Wirtschaftsverkehr „so wenig wie möglich belasten"; der Assistenzeinsatz des Bundesheeres im Burgenland läuft weiter. Für den Straßengüterverkehr auf den Südost-Korridoren Richtung Balkan und Türkei bleibt damit das Risiko stichprobenbedingter Wartezeiten an den österreichischen Übergängen bestehen — parallel zur bereits bis Mitte März 2027 angemeldeten Verlängerung der deutschen Binnengrenzkontrollen. Disponenten sollten an Spitzentagen weiterhin Zeitpuffer an den Übergängen wie Spielfeld und Nickelsdorf einplanen.
INFO17.09.2026
Bahnkorridor Berlin–Hannover: 14-monatige Vollsperrung ab Oktober — Güterzüge werden über Magdeburg umgeleitet
Die DB InfraGO sperrt die rund 227 Kilometer lange Strecke Berlin–Lehrte (Hannover) ab Oktober für eine Generalsanierung — durchgehend bis Dezember 2027. Der Schienengüterverkehr auf der wichtigen Ost-West-Achse wird ab dem 2. Oktober großräumig über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet; ab Ende Januar 2027 soll zusätzlich eine zweite Umleitungsroute über Halle–Eichenberg zur Verfügung stehen. Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) lehnt das Umleitungskonzept als „unverantwortlich" ab und fordert eine ganze oder teilweise Verschiebung der Vollsperrung — unter anderem, weil die parallele Lehrter Stammbahn erst im Dezember 2027 und damit ein Jahr später als geplant elektrifiziert sein wird. Verlader mit Ganzzug- und KV-Verkehren zwischen den Seehäfen, dem Ruhrgebiet und Berlin/Polen sollten ab Oktober mit längeren Laufzeiten und knapperen Trassenkapazitäten auf den Umleitungsstrecken rechnen.
STREIK16.09.2026
Seehäfen: Beschäftigte lehnen Tarifangebot ab — Mitgliederbefragung über unbefristete Streiks bis 1. Oktober
In der Rückkopplung vom 14. September haben die Hafenbeschäftigten der deutschen Seehäfen das Arbeitgeberangebot mehrheitlich abgelehnt: 64,7 Prozent der über 5.500 Teilnehmenden stimmten gegen die 12-Monats-Variante (3,4 Prozent mehr Lohn rückwirkend zum 1. August, 200 Euro mehr Urlaubsgeld, 416 Euro Containerzulage). ver.di leitet nun eine Mitgliederbefragung ein, die bis zum 1. Oktober läuft — votieren mindestens 75 Prozent für Ablehnung, berät die Bundestarifkommission über unbefristete Streiks in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake. Verlader mit Im- und Exporten über die deutschen Seehäfen sollten ab Anfang Oktober mit erheblichen Störungen bei Umschlag und Hinterlandverkehren rechnen und zeitkritische Container möglichst vorziehen.
INFO15.09.2026
Rheintalbahn: Wochenend-Vollsperrung vom 18. bis 21. September zwischen Offenburg und Müllheim
Auf der Rheintalbahn, der wichtigsten Nord-Süd-Güterachse Richtung Schweiz und Italien, stehen am kommenden Wochenende gebündelte Bauarbeiten an: Die DB InfraGO sperrt die Abschnitte Offenburg–Herbolzheim und Freiburg–Müllheim von Freitag, 18. September, 21 Uhr bis Montag, 21. September, 5 Uhr komplett — gearbeitet wird unter anderem an Oberleitungen, Weichen und Oberbau sowie an Kampfmittelsondierungen für den viergleisigen Ausbau Karlsruhe–Basel. Im Fernverkehr entfallen die ICE-Linien zwischen Offenburg/Karlsruhe und Basel; für den Schienengüterverkehr bedeutet die Vollsperrung Umleitungen und längere Laufzeiten auf dem Korridor Richtung Basel. Verlader mit zeitkritischen KV- und Ganzzugverkehren in die Schweiz und nach Italien sollten für das Wochenende und den Wochenstart Puffer einplanen und Abfahrten mit ihren Traktionären abstimmen.
GRENZE14.09.2026
Westbalkan: Grenzblockade in letzter Minute verschoben — EU-Frachtverkehr läuft vorerst normal weiter
Entwarnung für Südosteuropa-Verkehre: Die für heute ab Mitternacht angekündigte unbefristete Blockade des EU-gerichteten Frachtverkehrs an 21 Grenzübergängen findet vorerst nicht statt. Der federführende serbische Transportunternehmer-Verband „Međunarodni transport" verschob den Protest am Freitagabend, nachdem Verhandlungen mit der EU-Vertretung in Belgrad einen konkreten Durchbruch gebracht hatten — verbindliche Fristen für die Ausstellung spezieller Visa für Berufskraftfahrer vom Westbalkan, deren Fehlen wegen der 90/180-Tage-Regel bislang zu Festnahmen, Abschiebungen und Einreisesperren führte; die Verbände aus Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien schlossen sich der Verschiebung an. Wichtig für Verlader: Die Blockade ist ausdrücklich nur verschoben, nicht abgesagt — halten die EU-Seite und die Mitgliedstaaten die zugesagten Fristen nicht ein, wollen die Verbände „umgehend einen neuen Termin aktivieren". Transporte von und nach Serbien, Bosnien, Montenegro und Nordmazedonien laufen damit vorerst regulär; bei längerfristiger Planung mit Westbalkan-Subunternehmern sollte das Wiederaufleben der Blockade-Drohung aber als Restrisiko eingepreist bleiben.
INFO14.09.2026
Seehäfen: Neues Angebot mit 3,4 Prozent bei zwölf Monaten — Beschäftigte beraten bis heute, bei Ablehnung drohen unbefristete Streiks
Die vierte Tarifrunde für die rund 11.000 Beschäftigten der deutschen Seehäfen hat ein Ergebnis gebracht, aber noch keinen Abschluss: Die Arbeitgeber legten zwei Angebotsvarianten vor — neben dem bekannten 18-Monats-Paket (5,1 Prozent, mindestens 1,20 Euro) erstmals eine 12-Monats-Variante mit 3,4 Prozent mehr Lohn rückwirkend zum 1. August, 200 Euro zusätzlichem Urlaubsgeld und 416 Euro höherer Jahreszulage für Containerbetriebe. ver.di lehnte das 18-Monats-Modell ab und stellt seinen Mitgliedern ausschließlich die 12-Monats-Variante zur Abstimmung — die Rückkopplung in den Betrieben läuft noch bis heute, Montag, den 14. September; Verhandlungsführerin Sylvi Krisch nennt das Angebot lediglich eine „geringfügige Verbesserung". Lehnen die Beschäftigten erneut ab, entscheidet die Bundestarifkommission über eine qualifizierte Mitgliederbefragung — die Vorstufe zu unbefristeten Arbeitskampfmaßnahmen. Verlader sollten die Entscheidung dieser Tage genau verfolgen: Bei einer Ablehnung sind ab dieser Woche jederzeit neue, auch unbefristete Streiks in Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake möglich — zeitkritische Verkehre über die Nordseehäfen weiterhin mit Puffer und Ausweichoptionen planen.
WETTER14.09.2026
Rhein: Kaub-Pegel fällt in den Extrembereich — Frachtraten steigen sprunghaft, BfG erwartet keine Entspannung vor Oktober
Die Niedrigwasserlage an den Bundeswasserstraßen hat sich weiter verschärft: Am Engpass Kaub sackte der Pegel bis auf 22 Zentimeter ab (Stand 10. September) und lag am Sonntagmorgen bei rund 25 Zentimetern — weit unter der 40-Zentimeter-Marke, ab der nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern wirtschaftlicher Gütertransport kaum noch möglich ist; die BfG meldet, dass Pegel im extremen Niedrigwasserbereich teils binnen Stunden um Dezimeterbeträge fallen, und erwartet bis Anfang Oktober keine durchgreifende Entspannung. Die Folgen sind bereits massiv: Die Tankschiff-Frachtraten zwischen Rotterdam und Karlsruhe sprangen binnen einer Woche von rund 100 auf 165 bis 170 Euro je Tonne, Schiffe fahren nur noch mit Bruchteilen ihrer normalen Ladung — und neben dem Rhein sind inzwischen auch Elbe, Weser, Ems und Oder betroffen. Verlader mit Massengut-, Chemie- oder Mineralölverkehren im Rheinkorridor müssen bis auf Weiteres mit Teilbeladungen, hohen Kleinwasserzuschlägen und knappem Schiffsraum kalkulieren; Ersatzkapazitäten auf Schiene und Straße sollten fest gebucht statt nur optioniert werden.
INFO10.09.2026
Seehäfen: Vierte Tarifrunde kurzfristig gestartet — Arbeitgeber kehren nach Warnstreiks an den Verhandlungstisch zurück
Bewegung im Tarifkonflikt der deutschen Seehäfen: Nach dem 48-Stunden-Warnstreik der Vorwoche haben die Arbeitgeber kurzfristig eine vierte Verhandlungsrunde einberufen, die am Mittwoch in Hamburg begonnen hat. ver.di verlangt Nachbesserungen am bisherigen ZDS-Angebot von 5,1 Prozent (mindestens 1,20 Euro pro Stunde, rückwirkend zum 1. August) bei 18 Monaten Laufzeit — insbesondere eine kürzere Vertragslaufzeit; die Forderung für die rund 11.000 Beschäftigten in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake lautet weiterhin 8,2 Prozent beziehungsweise mindestens 2,50 Euro bei zwölf Monaten. Ein Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Für Verlader bedeutet die Rückkehr an den Verhandlungstisch eine vorsichtige Entspannung — scheitert die Runde jedoch, sind nach der klaren Ablehnung in der Rückkopplung neue, auch längere Streiks an den Nordseehäfen kurzfristig wieder möglich; zeitkritische Verkehre über Hamburg und die Weserhäfen sollten bis zu einer Einigung weiter mit Puffer geplant werden.
WETTER08.09.2026
Rhein-Erholung abgebrochen: Pegel fallen wieder — BfG erwartet nachhaltige Entspannung erst im Oktober
Die Ende August einsetzende Erholung an Rhein und Donau ist schon wieder vorbei: Wegen neuerlicher Trockenheit sinken die Wasserstände laut Bundesanstalt für Gewässerkunde an den Bundeswasserstraßen spürbar — am Engpass Kaub ging es vom Zwischenhoch um rund 70 Zentimeter zurück auf zuletzt 34 Zentimeter, die Vorhersage sieht für die nächsten Tage nur noch rund 29 bis 31 Zentimeter. Der für die Beladung maßgebliche „Gleichwertige Wasserstand" von 77 Zentimetern wird laut BfG-Sechswochenvorhersage im Wochenmittel voraussichtlich erst im Oktober wieder nachhaltig erreicht; an der Donau könnte der Pegel Hofkirchen sogar seinen bisherigen Tiefststand aus dem August 2022 unterschreiten. Für Verlader heißt das: Die Abladetiefen im Rheinkorridor sinken wieder, Kleinwasserzuschläge und Teilbeladungen bleiben bis auf Weiteres bestehen — Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene sollten entgegen der Entspannungssignale von Ende August weiterhin fest eingeplant und noch nicht zurückgegeben werden.
STREIK07.09.2026
Niederlande: Landesweiter Bahnstreik am Mittwoch legt auch den Schienengüterverkehr komplett still
Der für den 9. September angekündigte landesweite Streik trifft den Güterverkehr härter als zunächst absehbar: ProRail bestätigt, dass von Mittwoch 2:00 Uhr bis Donnerstag 2:00 Uhr neben dem gesamten Personenverkehr auch sämtliche Güterzüge auf dem niederländischen Netz stillstehen — damit ruht auch der Hafen-Hinterlandverkehr über die Betuweroute; laut FNV beteiligen sich unter anderem die Beschäftigten von ProRail und DB Cargo. Internationale Züge verkehren auf niederländischem Gebiet nicht, und auch am Donnerstagmorgen ist beim Wiederanlauf noch mit Verspätungen zu rechnen. Verlader sollten Bahnsendungen von und nach den Niederlanden — insbesondere Rotterdam-Hinterlandverkehre — um den 9. September herum umdisponieren und Puffer einplanen, zumal die Terminals nach dem Hafenstreik vom Freitag ohnehin Rückstände abarbeiten.
STREIK03.09.2026
Seehäfen: 48-Stunden-Warnstreik läuft — alle sechs deutschen Nordseehäfen bis Freitagabend betroffen
Nach der Ablehnung des Arbeitgeber-Angebots macht ver.di ernst: Seit Beginn der Nachtschicht am Mittwoch läuft ein 48-stündiger Warnstreik, der bis Freitag, den 4. September, nach der Spätschicht andauert — in Hamburg sind über ein Dutzend ZDS-Betriebe betroffen, darunter die HHLA-Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort, Eurogate und der Gesamthafenbetrieb; in Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake wird von Mittwoch bis Freitagabend gestreikt, bei BLG-Cargo Bremen und EVAG Emden ab Donnerstagmorgen. Für Freitagvormittag ist zudem eine Demonstration durch den Hamburger Hafen angekündigt. Hintergrund bleibt die Tarifrunde für rund 11.000 Hafenbeschäftigte: ver.di fordert 8,2 Prozent mehr Lohn, mindestens 2,50 Euro pro Stunde, bei zwölf Monaten Laufzeit. Verlader müssen bis einschließlich Freitag mit weitgehend stillstehender Abfertigung an den Nordseehäfen rechnen — Container- und Stückgutsendungen über Hamburg und die Weserhäfen verschieben sich voraussichtlich in die kommende Woche, Gate-Rückstaus und knappe Terminal-Slots zu Wochenbeginn einplanen; brisant ist die Überschneidung mit dem Rotterdamer Hafenstreik am selben Freitag.
STREIK02.09.2026
Seehäfen: Beschäftigte lehnen Arbeitgeber-Angebot mit großer Mehrheit ab — Warnstreiks wieder möglich
Die Tarifrunde für die rund 11.000 Beschäftigten der deutschen Seehäfen ist doch nicht am Ziel: In der einwöchigen Rückkopplung bis zum 31. August haben mehr als 6.000 Hafenbeschäftigte das nachgebesserte ZDS-Angebot aus der dritten Verhandlungsrunde — 5,1 Prozent mehr Stundenlohn rückwirkend zum 1. August, mindestens 1,20 Euro, bei 18 Monaten Laufzeit — mit großer Mehrheit abgelehnt. ver.di fordert nun einen neuen Verhandlungstermin und hält an 8,2 Prozent beziehungsweise mindestens 2,50 Euro pro Stunde bei zwölf Monaten Laufzeit fest; Verhandlungsführerin Sylvi Krisch schließt Warnstreiks ausdrücklich nicht aus. Für Verlader heißt das: In Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake muss ab sofort wieder mit kurzfristigen Warnstreiks und Abfertigungsverzögerungen gerechnet werden — zeitkritische Container- und Stückgutverkehre über die Nordseehäfen mit Puffer disponieren.
GRENZE02.09.2026
Westbalkan: EU-Kommission lehnt Lockerung der 90/180-Tage-Regel ab — Frächter kündigen Grenzblockaden ab 14. September an
Im Streit um die Schengen-Aufenthaltsregel für Berufskraftfahrer aus dem Westbalkan gibt es keine Annäherung: Die EU-Kommission stellte klar, dass die bestehenden Schengen-Regeln nicht geändert werden — das neue EES-Einreisesystem führe keine neuen Regeln ein, sondern automatisiere nur die Kontrolle der bestehenden 90/180-Tage-Beschränkung. Die Transportverbände aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien, die eine Ausweitung auf rund 120 Tage oder eine Berufsfahrer-Ausnahme fordern, protestierten daraufhin zeitgleich in Belgrad, Sarajevo, Podgorica und Skopje und stellten ein Ultimatum: Kommt bis zum 14. September keine Lösung, wollen sie den EU-gerichteten Frachtverkehr an allen Grenzübergängen blockieren — Pkw und Busse sollen ausgenommen bleiben. Verlader mit Südosteuropa-Verkehren sollten sich ab Mitte September auf Blockaden an den Schengen-Außengrenzen zu Kroatien, Bulgarien, Rumänien und Griechenland einstellen, zeitkritische Sendungen vorziehen und Transporte mit Westbalkan-Subunternehmern eng abstimmen.
INFO02.09.2026
Gotthard-Straßentunnel: 18 weitere Nachtsperren vom 7. September bis 7. Oktober
Nach den August-Sperrungen wird der Gotthard-Straßentunnel im Herbst erneut für Wartungsarbeiten nachts komplett gesperrt — insgesamt 18 Nächte, jeweils in den Nächten Montag bis Freitag, Wochenenden bleiben frei: 7.–11. September von 22 bis 5 Uhr, danach in den Wochen 14.–18. September, 21.–25. September und 28. September–2. Oktober sowie am 5.–7. Oktober jeweils bereits ab 20 Uhr bis 5 Uhr. Nächtlicher alpenquerender Verkehr muss in diesen Zeitfenstern ausweichen — für Lkw vor allem über die San-Bernardino-Route (A13), die entsprechend stärker belastet sein wird. Transitfahrten durch die Schweiz in diesen Wochen möglichst tagsüber disponieren und ab dem 14. September den früheren Sperrbeginn um 20 Uhr beachten.
STREIK31.08.2026
Niederlande: Hafenstreik in Rotterdam am 4. September — landesweiter Nahverkehrs- und Bahnstreik folgt am 9. September
Die Gewerkschaft FNV Havens ruft für Freitag, den 4. September, von 11:15 bis 19:00 Uhr zum Streik im Hafen Rotterdam auf — betroffen sind unter anderem die Containerterminals ECT und APM Terminals Maasvlakte II sowie die Lascher-Firmen ILS und Matrans, kleinere Aktionen sind auch in Amsterdam, Vlissingen und Terneuzen angekündigt; Hintergrund sind geplante Kürzungen bei der Sozialversicherung. Beim Laden und Löschen, Festmachen, Schleppen und bei Ladungskontrollen ist mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen — eine vergleichbare Lascher-Aktion hatte im Vorjahr weite Teile des Rotterdamer Hafens lahmgelegt. Am 9. September folgt zudem ein landesweiter 24-stündiger Streik im öffentlichen Nah- und Schienenverkehr der Niederlande (FNV/CNV). Verlader mit Import-/Exportcontainern über Rotterdam sollten Ende dieser und Anfang nächster Woche mit Rückstaus bei Terminal-Slots und Hinterlandverkehren rechnen und zeitkritische Sendungen vorziehen.
INFO27.08.2026
Seehäfen: Verbessertes Arbeitgeber-Angebot nach dritter Tarifrunde — Entscheidung über Annahme bis Ende August
In der Tarifrunde für die rund 11.000 Beschäftigten der deutschen Seehäfen zeichnet sich eine Lösung ab: Nach der dritten Verhandlungsrunde in Hamburg haben die Arbeitgeber (ZDS) ein nachgebessertes Angebot vorgelegt — 5,1 Prozent mehr Stundenlohn rückwirkend zum 1. August, mindestens aber 1,20 Euro pro Stunde für untere Lohngruppen, 150 Euro mehr Urlaubsgeld, 616 Euro Jahreszulage für Containerbetriebe und eine Laufzeit von 18 Monaten; kein Stundenlohn im Hafen soll künftig unter 20 Euro liegen. ver.di wertet das Angebot als Bewegung in Richtung der eigenen Forderungen und lässt die Beschäftigten bis zum 31. August darüber abstimmen, danach entscheidet die Bundestarifkommission über Annahme oder weitere Streiks. Für Verlader heißt das: Während der Rückkopplungsphase sind keine neuen Warnstreiks in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven angekündigt — fällt das Votum negativ aus, drohen ab September neue Streikwellen.
GRENZE25.08.2026
Grenzkontrollen jetzt mit festem Enddatum: Deutschland meldet Verlängerung bis Mitte März 2027 bei der EU-Kommission an
Die Anfang August angekündigte Fortführung der deutschen Binnengrenzkontrollen ist nun konkret: Bundesinnenminister Dobrindt hat die Verlängerung um weitere sechs Monate — über den 15. September hinaus bis Mitte März 2027 — offiziell bei der EU-Kommission angemeldet. Betroffen sind die Grenzen zu allen neun Nachbarländern; an der polnischen Grenze wird bereits seit Oktober 2023 kontrolliert. Die IHK Ostbrandenburg kritisiert die erneute Verlängerung und verweist auf erhebliche Mehrkosten durch Staus, unter anderem auf der A12. Für den Güterverkehr heißt das: Stichprobenkontrollen und schwankende Wartezeiten an den Übergängen insbesondere aus Polen, Tschechien und Österreich bleiben mindestens bis ins Frühjahr 2027 bestehen — zeitkritische Verkehre weiterhin mit Pufferzeiten disponieren.
STREIK25.08.2026
Italien: Streiks im Schienengüterverkehr am 10./11. September — DB Cargo Italia und Captrain Italia betroffen
Im italienischen Schienengüterverkehr stehen Mitte September Arbeitsniederlegungen an: Bei DB Cargo Italia rufen die Gewerkschaften FILT-CGIL, FIT-CISL, UILT-UIL und ORSA für Donnerstag, den 10. September, zu einem 24-stündigen Streik in der Lombardei auf; bei Captrain Italia wird landesweit von Donnerstag 16:01 Uhr bis Freitag 16:00 Uhr gestreikt. Betroffen sind damit vor allem Güter- und Kombiverkehre von und nach Norditalien über Brenner und Gotthard — inklusive der Terminals im Großraum Mailand. Verlader mit Italien-Verkehren in KW 37 sollten Zugabfahrten um diese Tage herum frühzeitig mit ihren Operateuren abstimmen und gegebenenfalls auf Vor-/Nachläufe per Lkw ausweichen.
WETTER24.08.2026
Rhein-Erholung gewinnt an Tempo: Vorhersage für Kaub erreicht wieder die Marke des Gleichwertigen Wasserstands
Die Entspannung am Rhein setzt sich zum Wochenstart fort und fällt kräftiger aus als zuletzt erwartet: Am Engpass Kaub lag der Pegel am Montag wieder bei rund 47 Zentimetern, und die Vorhersage der Bundesanstalt für Gewässerkunde sieht für die kommenden Tage einen Anstieg in den Bereich von rund 60 bis knapp 80 Zentimetern — damit rückt der für die Beladung entscheidende „Gleichwertige Wasserstand“ von 77 Zentimetern erstmals seit Wochen wieder in Reichweite. Für Verlader bedeutet das spürbar steigende Abladetiefen im Rheinkorridor im Wochenverlauf; noch fahren die Schiffe aber nur mit einem Bruchteil der üblichen Ladung, und Branchenvertreter erwarten eine echte, stabile Entspannung erst gegen Ende September. Wir empfehlen, gebuchte Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene erst gestaffelt und nicht vor einer bestätigten Pegel-Stabilisierung zurückzunehmen, um kurzfristige Rückschläge bei erneut ausbleibendem Regen abzufedern.
WETTER21.08.2026
Rhein-Pegel steigen wieder: Kaub binnen zwei Tagen von unter Null auf über 30 Zentimeter — Entspannung bleibt begrenzt
Der Regen der letzten Tage zeigt Wirkung: Am Engpass Kaub ist der Pegel von minus 2 Zentimetern zu Wochenbeginn auf zuletzt 31 Zentimeter gestiegen, die Vorhersage der Bundesanstalt für Gewässerkunde sieht bis Anfang nächster Woche rund 45 bis 50 Zentimeter — der wochenlange Abwärtstrend ist damit vorerst gebrochen. Von Entwarnung kann aber keine Rede sein: Binnenschiffe können laut Branchenvertretern weiterhin nur rund 20 Prozent der üblichen Ladung mitnehmen, erst in der Nähe des „Gleichwertigen Wasserstands" von 77 Zentimetern wäre eine deutliche Verbesserung erreicht — Fahrtausfälle und Kleinwasserzuschläge bleiben also zunächst bestehen. Verlader sollten gebuchte Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene deshalb noch nicht abbauen, können aber für Anfang September wieder mit schrittweise steigenden Abladetiefen im Rheinkorridor planen.
GRENZE21.08.2026
Donau-Fähren zwischen Bulgarien und Rumänien eingestellt — Lkw-Verkehr konzentriert sich auf die Brücken Russe und Vidin
Das Rekord-Niedrigwasser der Donau trifft jetzt auch die Grenzübergänge: Die Fährverbindungen Orjachowo–Bechet und Swischtow–Zimnicea zwischen Bulgarien und Rumänien haben den Betrieb wegen zu niedriger Wasserstände vorübergehend eingestellt, ein Termin für die Wiederaufnahme ist offen; auch die rumänische Fähre Chiciu–Ostrov fällt derzeit aus. Der Lkw-Verkehr über die Donau muss damit auf die beiden Brücken Russe–Giurgiu und Vidin–Calafat ausweichen — dort ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Zusätzlich melden die bulgarischen Behörden starken Lkw-Andrang an den Übergängen Kalotina (Serbien) und Kapitan Andreevo (Türkei). Verlader mit Bulgarien-Verkehren über Rumänien sollten Zeitpuffer für die Donauquerung einplanen und die Route über Russe oder Vidin fest disponieren.
GRENZE20.08.2026
Westbalkan-Frächter drohen ab September mit neuen Grenzblockaden — auch Bulgarien und Rumänien betroffen
Die Transportverbände aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien drohen damit, ab September die Grenzübergänge zu den EU-Nachbarländern erneut zu blockieren — wie schon im Januar richteten sich die Blockaden dann voraussichtlich gegen die Schengen-Grenzen zu Kroatien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien. Hintergrund ist die 90/180-Tage-Regel für Drittstaats-Fahrer, die durch das neue EES-Einreisesystem strikt durchgesetzt wird: Jeder angebrochene Tag im Schengen-Raum zählt voll, rund 100.000 Berufskraftfahrer sind betroffen. Die Entscheidung hängt am Treffen mit der EU-Kommission am 1. September in Brüssel — scheitert es, wollen die Verbände diesmal bis zur Erfüllung ihrer Forderungen blockieren. Verlader mit Südosteuropa-Verkehren sollten für Anfang September Puffer einplanen und zeitkritische Sendungen möglichst vorziehen; auch Transporte mit Westbalkan-Subunternehmern Richtung Bulgarien/Griechenland können kurzfristig betroffen sein.
GRENZE20.08.2026
Tirol veröffentlicht Blockabfertigungs-Termine für Q1 2027: elf Dosiertage am Brenner-Zulauf
Das Land Tirol hat den Dosierkalender für das erste Quartal 2027 veröffentlicht: An elf Tagen wird der Lkw-Verkehr auf der A12 bei Kufstein Nord Richtung Innsbruck/Brenner ab 5 Uhr früh blockweise abgefertigt — im Januar am 7., 11., 18. und 25., im Februar am 1., 8., 15. und 22. sowie im März am 1., 8. und 15. Durchgelassen werden dann nur rund 250 bis 300 Lkw pro Stunde; im ersten Halbjahr 2026 lag die durchschnittliche Wartezeit an Dosiertagen bei 4,4 Stunden. Für Verlader mit Italien-Verkehren heißt das: Transporte über den Brenner an diesen Tagen möglichst vor- oder nachlagern, längere Standzeiten einpreisen und Fahrer entsprechend disponieren — bei starkem Andrang kann Tirol zusätzliche kurzfristige Dosiertage ansetzen.
WETTER19.08.2026
Pegel Kaub erstmals unter Null — Frachtraten auf dem Rhein auf Allzeithoch
Das Rekord-Niedrigwasser hat die nächste Marke gerissen: Am Engpass Kaub ist der Pegel am Dienstag mit minus 2 Zentimetern erstmals in den negativen Bereich gefallen, in der Fahrrinne bleiben dort nur noch rund 119 Zentimeter Wassertiefe — auch Düsseldorf liegt seit dem Wochenende unter Null, es sind die tiefsten Stände seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die Folge für Verlader: Die Frachtpreise zwischen Karlsruhe und Rotterdam liegen laut Bloomberg-Daten auf einem Allzeithoch, weil die wenigen fahrenden Schiffe nur Teilmengen laden können; auch auf der Elbe ist die Schifffahrt bei 45 Zentimetern am Pegel Dresden nahezu eingestellt. Ökonomen warnen inzwischen vor bis zu 0,3 Prozentpunkten weniger Wirtschaftswachstum. Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene im Rheinkorridor bleiben daher auf Wochen knapp und sollten weiter fest eingeplant werden — die für die nächsten Tage erwartete leichte Erholung auf rund 10 Zentimeter ändert an der kritischen Lage nichts.
INFO19.08.2026
Seehäfen: Warnstreik beendet — dritte Tarifrunde startet Montag in Hamburg
Der 24-stündige Warnstreik in den sechs deutschen Seehäfen ist am Dienstagabend planmäßig zu Ende gegangen; in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven wird der aufgelaufene Rückstau bei der Containerabfertigung nun abgearbeitet — bei Lkw-An- und Ablieferungen sind noch bis in die zweite Wochenhälfte längere Wartezeiten und verschobene Slots möglich. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen dem Arbeitgeberverband ZDS und Verdi ist für Montag und Dienstag (24./25.08.) in Hamburg angesetzt. Scheitert auch diese Runde, drohen weitere Streikwellen an den Terminals — Verlader mit zeitkritischen Import- oder Exportsendungen über die Nordhäfen sollten für die kommenden Wochen Puffer einplanen und Abfahrten möglichst nicht auf den letzten Drücker buchen.
STREIK18.08.2026
Warnstreik legt sechs deutsche Seehäfen lahm — Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven betroffen
Verdi hat die Beschäftigten der Seehäfen Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen — begonnen mit der Nachtschicht am Montagabend, er läuft bis Dienstagabend (18.08.). In Hamburg stehen unter anderem die HHLA-Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort sowie das Eurogate-Terminal weitgehend still. Hintergrund ist die Tarifrunde für rund 11.000 Hafenbeschäftigte: Verdi fordert 8,2 Prozent bzw. mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde bei zwölf Monaten Laufzeit, der Arbeitgeberverband ZDS bietet bislang 5,1 Prozent bei 19 Monaten — über 6.100 Beschäftigte hatten das Angebot zuvor abgelehnt. Verlader müssen an den Terminals mit Rückstaus bei der Containerabfertigung, verschobenen Slots und Wartezeiten bei Lkw-An- und Ablieferungen bis in die zweite Wochenhälfte rechnen; weitere Streikwellen sind nicht ausgeschlossen, solange keine Einigung erzielt ist.
WETTER17.08.2026
Pegel Kaub fällt am Wochenende auf 6 Zentimeter — Gewitterregen bringt den Flüssen kaum Entspannung
Das Rhein-Niedrigwasser hat sich am Wochenende nochmals verschärft: Der Pegel Kaub sank zeitweise auf nur noch 6 Zentimeter, an acht Rhein-Messstellen lagen die Stände unter 10 Zentimetern — Koblenz meldete 2, Düsseldorf sogar nur 1 Zentimeter. Die wenigen verbliebenen Frachtschiffe fahren mit stark reduzierter Abladung, entsprechend hoch bleiben die Zuschläge. Zwar ziehen laut DWD bis Donnerstag Gewitter mit verbreitet 10 bis 30, im Süden bis über 50 Litern Regen pro Quadratmeter durchs Land — für die Pegel bringt das aber kaum Besserung, weil der kurze Starkregen auf den ausgetrockneten Böden größtenteils versickert oder verdunstet; für die Folgewoche ist bereits die nächste Hitzewelle angekündigt. Verlader sollten Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene im Rheinkorridor daher weiter fest einplanen — mit einer Normalisierung der Schifffahrt ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen. Kurzfristige Gewitter-Störungen bei der Bahn sind diese Woche zusätzlich möglich.
INFO17.08.2026
Sonntagsfahrverbot: 15 von 16 Bundesländern setzen aus — nur Sachsen-Anhalt macht nicht mit
Die Niedrigwasser-Ausnahmen vom Lkw-Sonn- und Feiertagsfahrverbot gelten inzwischen fast bundesweit: Neben Rheinland-Pfalz und dem Saarland (jeweils bis 30. September) haben mittlerweile auch Bayern, Hessen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen Lockerungen erlassen — zusammen mit NRW, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Thüringen sind es damit 15 Länder, befristet in der Regel bis 31. August; einzig Sachsen-Anhalt gewährt keine Ausnahme. Die Befreiung ist fast überall an Transporte im Zusammenhang mit den Niedrigwasser-Folgen gebunden; Thüringen hat das Verbot komplett ausgesetzt, Bayern beschränkt die Ausnahme auf unbedingt notwendige Fahrten. Verlader können Ersatzverkehre damit nahezu bundesweit auch am Wochenende disponieren — der Niedrigwasser-Bezug der Fahrt sollte dokumentiert mitgeführt werden, ob die Verlagerung die wegfallenden Schiffsmengen auffangen kann, bleibt in der Branche allerdings umstritten.
WETTER14.08.2026
Niedrigwasser erreicht die Industrie: Lanxess stoppt Produktion, Covestro meldet Force Majeure
Das Rekord-Niedrigwasser schlägt jetzt voll auf die Industrie durch: Lanxess hat die Produktion von Phthalsäureanhydrid in Krefeld-Uerdingen stillgelegt, Covestro hat für sein Werk in Dormagen Force Majeure erklärt — der Chemieverband VCI warnt, die „Warnsignale stehen auf Dunkelrot". Der Pegel Kaub lag heute Morgen bei nur noch 10 Zentimetern, bis Samstag werden rund 9 Zentimeter erwartet; der Rhein ist laut Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt „nicht mehr durchgängig befahrbar". Für Verlader heißt das: Bei Chemie-Vorprodukten und Rheinschiene-Sendungen sind Verzögerungen und Force-Majeure-Meldungen der Lieferanten einzuplanen, Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene bleiben knapp. Leichte Entspannung ist erst mit dem für nächste Woche angekündigten Regen möglich.
INFO14.08.2026
DB Cargo mobilisiert 400 zusätzliche Güterwagen — Schiene übernimmt weitere Binnenschiff-Mengen
Nach RheinCargo stockt nun auch DB Cargo die Ersatzkapazitäten auf: Kurzfristig können rund 400 zusätzliche Güterwagen mobilisiert werden, mittelfristig sollen bis zu 500 weitere Wagen in ein dauerhaftes Vorhaltekonzept für Niedrigwasserlagen fließen — ein einzelner Güterzug ersetzt dabei nach DB-Angaben bis zu zehn Binnenschiffe. Ein eigener Koordinator steuert die Nord-Süd-Verkehre entlang von Rhein und Elbe; Bund und Länder stimmen die Maßnahmen in einer Schaltkonferenz ab. Für Verlader eröffnet das zusätzliche Schienenoptionen im Rheinkorridor — wer Mengen vom Wasser verlagern muss, sollte Kapazitäten jetzt anfragen, da die Nachfrage nach Zugtrassen und Wagen bereits hoch ist.
WETTER13.08.2026
Pegel Kaub bei 12 Zentimetern: Nord-Süd-Schifffahrt kommt zum Erliegen — Ersatzverkehre auf der Schiene laufen an
Der Rhein hat am Pegel Kaub mit nur noch 12 Zentimetern einen neuen Negativ-Rekord erreicht — der bisherige Tiefstand von 25 Zentimetern aus dem Jahr 2018 ist damit weit unterboten, die durchgehende Nord-Süd-Schifffahrt kommt faktisch zum Erliegen. Verbliebene Schiffe fahren mit rund einem Fünftel der üblichen Ladung, die Transportkosten auf dem Wasser haben sich teils vervierfacht. Die Verlagerung nimmt konkrete Formen an: Die HGK-Beteiligung RheinCargo ersetzt mit drei wöchentlichen Zugumläufen Rotterdam–Duisburg (je 2.000 Tonnen) einen Teil der ausfallenden Schiffsmengen, zunächst bis Ende September; der Großhandelsverband BGA fordert, das zulässige Lkw-Gesamtgewicht befristet auf 44 Tonnen zu erhöhen. Bundesverkehrsminister Bilger stellt den Ausbau der Wasserstraßen und die volle Förderung niedrigwassertauglicher Schiffe in Aussicht. Für Verlader heißt das: Laderaum auf Straße und Schiene im Rheinkorridor bleibt auf Wochen knapp — benötigte Kapazitäten frühzeitig sichern.
INFO13.08.2026
Sonntagsfahrverbot: Berlin, Brandenburg und Thüringen ziehen nach — Thüringen setzt komplett aus
Die Liste der Bundesländer, die das Lkw-Sonn- und Feiertagsfahrverbot wegen des Niedrigwassers aussetzen, wird länger: Nach Rheinland-Pfalz, dem Saarland, NRW, Niedersachsen und Baden-Württemberg haben nun auch Berlin und Brandenburg die Ausnahme bis zum 31. August erlassen — beschränkt auf Güter, die üblicherweise per Binnenschiff transportiert würden. Thüringen geht noch einen Schritt weiter und hebt das Sonntagsfahrverbot zunächst ohne Beschränkung auf bestimmte Güter komplett auf, ebenfalls bis Ende August und vorbehaltlich einer Neubewertung der Pegellage. Verlader können Ersatzverkehre damit auch über die Ost-Achsen am Wochenende disponieren; für die auf Binnenschiff-Ersatz beschränkten Ausnahmen sollte die entsprechende Begründung der Fahrt dokumentiert mitgeführt werden.
WETTER12.08.2026
Pegel Kaub soll bis zum Wochenende auf 4 Zentimeter fallen — Niedrigwasser verteuert jetzt auch den Diesel
Die Rhein-Lage spitzt sich weiter zu: Am Engpass Kaub wird bis zum Wochenende ein Pegelstand von nur noch 4 Zentimetern erwartet — eine sichere Fahrrinne über den Mittelrhein gibt es damit faktisch nicht mehr, selbst die Fähre in Kaub hat den Betrieb eingestellt. Das Niedrigwasser schlägt inzwischen auch auf die Kraftstoffpreise durch: Weil Tankschiffe nur mit Bruchteilen ihrer Ladung fahren können, verteuert sich die Versorgung vor allem im Westen Deutschlands — zwischen den günstigsten und teuersten Regionen liegen beim Diesel bereits bis zu acht Cent pro Liter. Verlader müssen sich auf anhaltend knappen Ersatz-Laderaum auf Straße und Schiene sowie steigende Energie- und Dieselkostenzuschläge einstellen; Besserung ist erst mit ergiebigem Regen in Sicht.
INFO12.08.2026
DB stellt Generalsanierungen um: Schrittweise Freigaben statt Komplett-Neustart — Nachbesserungen auf Hamburg–Berlin
Die Deutsche Bahn passt nach Verzögerungen und Kostensteigerungen das Konzept ihrer Generalsanierungen an: Bei den mehr als 40 bis 2036 geplanten Korridor-Vorhaben sollen sanierte Abschnitte und Systeme künftig schrittweise freigegeben werden statt in einem großen Komplett-Neustart. Hintergrund ist unter anderem die Strecke Hamburg–Berlin, deren Wiederinbetriebnahme sich um mehrere Wochen verzögert hatte; der Schienengüterverkehr hatte die monatelangen Vollsperrungen wegen aufwendiger Umleitungen und längerer Transportzeiten wiederholt kritisiert. Auf Hamburg–Berlin stehen zudem Nachbesserungen an: In den Nächten 15./16. und 29./30. August wird die Strecke erneut gesperrt, Güterzüge werden umgeleitet. Für Verlader heißt das: Die Sperrpausen im Hochleistungsnetz bleiben auf Jahre ein Planungsfaktor — mit hoffentlich verlässlicheren Zeitplänen.
INFO12.08.2026
Stau-Wochenende 14.–16. August: Rückreisewelle trifft Feiertagsfahrverbote zu Mariä Himmelfahrt
Der ADAC erwartet am kommenden Wochenende eines der staureichsten des Sommers: In fünf Bundesländern enden die Ferien, die Rückreisewelle Richtung Norden trifft auf Ausflugsverkehr zum Feiertag Mariä Himmelfahrt am Samstag, 15. August. Besonders belastet sind A1, A2, A3, A7, A8 sowie A95/A96. Für den Güterverkehr wichtig: In Österreich gilt am 15. August das ganztägige Feiertagsfahrverbot, in Italien greift zu Ferragosto das Sommer-Fahrverbot — Transporte über Brenner und Tauern sollten entsprechend vor- oder nachgelagert werden. In Deutschland bleibt das Sonntagsfahrverbot wegen des Niedrigwassers dagegen in mehreren Bundesländern ausgesetzt, darunter Baden-Württemberg, NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.
WETTER11.08.2026
Rhein vor De-facto-Zweiteilung: Pegel Kaub fällt diese Woche erstmals auf einstellige Werte
Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) warnt vor einer faktischen Zweiteilung des Rheins: Am Engpass Kaub wird diese Woche erstmals ein einstelliger Pegelstand erwartet — gewerbliche Schiffstransporte über die Mittelrhein-Strecke sind damit praktisch nicht mehr möglich. Der Verkehr zerfällt in einen Nordteil (ARA-Häfen bis Köln über die westdeutschen Kanäle) und einen Südteil über Neckar, Main und Main-Donau-Kanal. Der BDB fordert, vermeidbare Baustellen an Wasserstraße, Schiene und Straße zu verschieben und Lkw-Fahrverbote weiter auszusetzen; Bundesverkehrsminister Bilger unterstützt einen koordinierten Krisenstab. Verlader im Rheinkorridor müssen weiter mit knapper Ersatzkapazität auf Straße und Schiene planen — die Industrie- und Handelskammern warnen, dass der Lkw-Verkehr die Schiffsmengen wegen Fahrermangels nicht voll auffangen kann.
WETTER11.08.2026
Donau-Niedrigwasser: Beladungen stark reduziert — Schwertransport nach Bulgarien gestoppt
Auch die Donau führt extremes Niedrigwasser: Die Pegel liegen in den freien Fließstrecken rund 60 Zentimeter unter dem langjährigen Niederwasserwert, das Fahrwasser beträgt in der Wachau nur noch 2,0 Meter und östlich von Wien 1,8 Meter. Güterschiffe können nur stark reduziert beladen werden, Transporte verlagern sich zunehmend auf Schiene und Straße; im Vergleichsjahr 2018 brach das Donau-Transportaufkommen um rund 25 Prozent ein. Wie angespannt die Lage ist, zeigt ein aktueller Fall: Ein Schwerlast-Verband mit vier über 100 Tonnen schweren Kolli für ein Großprojekt in Bulgarien musste kurz vor Budapest gestoppt werden und wird nun über eine provisorische Ro-Ro-Rampe auf die Straße umgeschlagen. Verlader mit Südosteuropa-Verkehren sollten längere Vorläufe einplanen — die Nachfrage nach Laderaum auf der Straße Richtung Balkan steigt spürbar.
INFO11.08.2026
Bahnstrecke Köln–Aachen wieder frei — zunächst mit Tempolimit
Nach der Entgleisung eines Bauzugs und der Erneuerung zweier beschädigter Weichen ist die Bahnstrecke zwischen Köln und Aachen seit Montag, 10. August, wieder befahrbar. Die Züge rollen zunächst mit verringerter Geschwindigkeit über die reparierte Stelle bei Horrem, sodass es kurzfristig noch zu Verzögerungen kommen kann. Für den Schienengüterverkehr entspannt sich damit die Lage auf der wichtigen Achse Richtung Belgien und den Westhäfen — Umleitungen über Mönchengladbach entfallen. Sendungen im Kombinierten Verkehr über Aachen können wieder regulär disponiert werden.
INFO10.08.2026
Niedrigwasser: Vier Bundesländer setzen Lkw-Sonn- und Feiertagsfahrverbot aus
Als Reaktion auf das Rekord-Niedrigwasser an Rhein, Donau und Elbe haben Rheinland-Pfalz und das Saarland (bis 30. September) sowie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (bis 31. August) das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ausgesetzt — in NRW inklusive der Feriensamstage. Die Ausnahme gilt nur für Güter, die sonst per Binnenschiff fahren würden, einschließlich zugehöriger Leerfahrten; Großraum- und Schwertransporte bleiben ausgenommen. Der Bund flankiert die Länder-Maßnahmen mit schnelleren Genehmigungen für Schwertransporte, weniger Baustellen auf Ausweichrouten und zusätzlichen Kapazitäten bei DB Cargo. Verlader können Rhein-Ersatzverkehre damit auch übers Wochenende disponieren und sollten die Ausnahmen aktiv in der Tourenplanung nutzen.
WETTER10.08.2026
Neue Hitzewelle mit bis zu 38 Grad — Gewitter zum Wochenstart, kein Regen für die Flüsse in Sicht
Deutschland steht am Beginn einer neuen Hitzewelle: Am Montag werden bis zu 36 Grad erreicht, örtlich drohen kräftige Gewitter — im Norden beim Durchzug einer Kaltfront, ab dem späten Nachmittag vor allem in Baden-Württemberg und Bayern. Ab Dienstag setzt sich landesweit trocken-heißes Wetter durch, im Südwesten mit 35 bis 38 Grad; nennenswerter Regen wird erst zur Monatsmitte erwartet. Für den Verkehr bedeutet das: kurzfristige Bahn-Störungen durch Gewitter sind möglich, die extrem niedrigen Flusspegel bleiben mangels Regen bestehen, und die Ersatzkapazität auf Straße und Schiene im Rheinkorridor bleibt entsprechend knapp. Temperaturempfindliche Ladung schützen und Hitzebelastung der Fahrer in der Tourenplanung berücksichtigen.
WETTER07.08.2026
Rhein-Pegel Kaub fällt auf 19 Zentimeter — historischer Tiefstand deutlich unterschritten
Der Pegel Kaub hat am Donnerstag nur noch 19 Zentimeter gemessen — rund fünf Zentimeter unter dem bisherigen Rekordtief vom Oktober 2018 und ein Rückgang von über 30 Zentimetern binnen zwei Wochen. Binnenschiffe können die Engstelle im Mittelrhein kaum noch wirtschaftlich passieren, immer mehr Fahrten werden eingestellt; die Verlagerung auf Bahn und Lkw verknappt die Ersatzkapazität im gesamten Rheinkorridor weiter. Für den 8. August ist ein Niedrigwasser-Spitzengespräch des Bundesverkehrsministeriums in Bonn angesetzt, die Landesverkehrsminister fordern konkrete Hilfsprogramme für die Binnenschifffahrt. Verlader sollten Rheinmengen umgehend umplanen und mit weiter steigenden Frachtraten auf allen Verkehrsträgern im Korridor rechnen.
INFO07.08.2026
Gotthard-Straßentunnel: Zwölf Nachtsperrungen vom 10. bis 27. August
Der Gotthard-Straßentunnel wird zwischen dem 10. und 27. August jeweils Montag- bis Donnerstagnacht von 23 bis 5 Uhr komplett gesperrt — insgesamt 12 Nächte. Grund sind Instandhaltungsarbeiten an der Zwischendecke, mit denen Spannungen im Bauwerk abgebaut und Folgeschäden verhindert werden sollen. Nächtlicher alpenquerender Verkehr muss in dieser Zeit ausweichen; für Lkw bietet sich vor allem die San-Bernardino-Route (A13) an, die dann entsprechend stärker belastet sein wird. Transitfahrten durch die Schweiz in diesen Wochen möglichst tagsüber planen.
INFO07.08.2026
Bahnstrecke Köln–Aachen voraussichtlich bis 10. August gesperrt — Bauzug-Entgleisung und Unwetterschäden
Auf der wichtigen Bahnachse Köln–Aachen kommt es weiter zu erheblichen Einschränkungen: Nach der Entgleisung eines Bauzugs zum Ende der Sommerbauarbeiten bleibt die Strecke zwischen Aachen, Kerpen-Horrem und Köln voraussichtlich bis zum 10. August gesperrt, weil beschädigte Weichen und Betonschwellen als Sonderanfertigungen erst neu produziert werden müssen — die Freigabe war ursprünglich schon für den 24. Juli geplant. Zusätzlich hatten Unwetter in NRW Bäume in Gleise und Oberleitungen stürzen lassen und weitere Streckenabschnitte zeitweise lahmgelegt. Auf dem Korridor Richtung Aachen/Belgien ist daher auch im Schienengüterverkehr mit Umleitungen und längeren Laufzeiten zu rechnen; zeitkritische Sendungen sollten mit Puffer geplant werden.
GRENZE07.08.2026
Italien kontrolliert wieder auf See- und Luftverbindungen von und nach Spanien
Italien hat vom 1. August bis 1. September Grenzkontrollen auf den See- und Luftwegen von und nach Spanien wieder eingeführt; die Landgrenzen sind nicht betroffen. Rom begründet den Schritt mit Risiken für die öffentliche Ordnung und möglicher Sekundärmigration. Für Fähr- und Ro-Ro-Verkehre zwischen Spanien und Italien ist mit längeren Abfertigungszeiten und zusätzlichen Dokumentenkontrollen zu rechnen — insbesondere bei hohem Aufkommen sollten begleitete Verkehre Pufferzeiten einplanen.
INFO07.08.2026
Belgien: Baustelle auf der E40/A3 bei Lüttich — Engpass Richtung Aachen bis Mitte Oktober
Auf der E40/A3 zwischen dem Autobahnkreuz Vottem und der Ausfahrt Hermée–Hauts-Sarts wird seit dem 4. August die Fahrbahn erneuert; Phase 1 läuft bis zum 11. September, eine zweite Phase folgt bis Mitte Oktober. In Fahrtrichtung Aachen wird der Verkehr teils auf die Gegenfahrbahn geführt (50–70 km/h), und die Auffahrt von der E313/A13 aus Lüttich in Richtung Aachen ist während Phase 1 gesperrt — die Umleitung erfolgt ausgeschildert im Autobahnknoten. Auf der Achse Antwerpen/Brüssel–Lüttich–Aachen ist besonders zu Stoßzeiten mit Staus zu rechnen; Verzögerungen in Tourenplanung und Lenkzeiten einkalkulieren.
WETTER04.08.2026
Rhein-Niedrigwasser verschärft sich: Pegel Kaub soll bis Freitag auf 18 Zentimeter fallen
Die Lage am Rhein spitzt sich weiter zu: Die Bundeswasserstraßenverwaltung erwartet am Pegel Kaub für Donnerstag rund 19 und für Freitag nur noch etwa 18 Zentimeter — der bisherige Rekord von 25 Zentimetern aus dem Oktober 2018 würde damit deutlich unterschritten. Binnenschiffe können an der Engstelle nur noch rund 20 Prozent ihrer normalen Ladung übernehmen; die Tankschiff-Fracht Rotterdam–Karlsruhe hat sich mit rund 145–150 Euro je Tonne gegenüber Ende Juni (45 Euro) mehr als verdreifacht. Die IHK warnt vor Engpässen, steigenden Transportkosten und längeren Lieferzeiten, vor allem für Chemie, Stahl und Mineralölwirtschaft. Verlader sollten Rheinmengen wo möglich frühzeitig auf Bahn und Lkw verlagern und im gesamten Rheinkorridor mit knapper Ersatzkapazität rechnen.
WETTER03.08.2026
Rhein-Pegel Kaub auf historischem Tiefststand — Binnenschiffe nur noch mit Bruchteil der Ladung
Das Niedrigwasser am Rhein hat sich weiter verschärft: Am Pegel Kaub wurde mit 25 Zentimetern der historische Tiefststand vom Oktober 2018 erreicht — ungewöhnlich früh im Jahr, mit weiter fallender Tendenz und ohne nennenswerten Regen in Sicht. Binnenschiffe können nur noch mit stark reduzierter Abladung fahren, die Transporte werden zunehmend unwirtschaftlich; Industrieunternehmen wie BASF verlagern bereits Mengen auf Straße und Schiene. Verlader müssen mit deutlich steigenden Frachtraten auf dem Wasser und zusätzlicher Nachfrage nach Lkw- und Bahnkapazität im Rheinkorridor rechnen.
GRENZE03.08.2026
Deutschland verlängert Grenzkontrollen über September hinaus
Bundesinnenminister Dobrindt hat angekündigt, die Binnengrenzkontrollen an allen deutschen Grenzen über Mitte September 2026 hinaus fortzuführen — es ist bereits die vierte Verlängerung seit Einführung der flächendeckenden Kontrollen im September 2024. Ein Enddatum wurde nicht genannt. Für den Güterverkehr bedeutet das: An den Übergängen insbesondere aus Polen, Tschechien und Österreich bleiben stichprobenartige Kontrollen und damit schwankende Wartezeiten bestehen. Zeitkritische Verkehre über die Ostgrenzen sollten weiterhin mit Pufferzeiten disponiert werden.
INFO03.08.2026
Brennerbahn wieder in Betrieb — volle Kapazität auf der Achse Deutschland–Italien
Die Bauarbeiten auf der Brennerbahn zwischen Innsbruck und dem Brenner sind abgeschlossen: Seit Sonntag, dem 2. August, rollt der Zugverkehr auf der wichtigsten Schienenachse zwischen Deutschland und Italien wieder planmäßig. Damit stehen dem Schienengüterverkehr und der Rollenden Landstraße nach gut zwei Wochen Einschränkungen wieder die vollen Kapazitäten zur Verfügung. Kombiverkehre über den Brenner können ab sofort wieder regulär gebucht werden; Rückstaueffekte aus der Sperrzeit sollten in den ersten Tagen noch eingeplant werden.
INFO03.08.2026
Generalsanierung Nürnberg–Regensburg abgeschlossen — Strecke seit 1. August wieder frei
Die Deutsche Bahn hat die Strecke Nürnberg–Regensburg nach fünfmonatiger Generalsanierung zum 1. August wieder in Betrieb genommen. Der Korridor ist Teil der europäischen Verkehrsachse Rhein–Donau und eine zentrale Verbindung für den grenzüberschreitenden Verkehr Richtung Österreich und Südosteuropa; Güterzüge fahren nun wieder auf dem Direktweg statt über Umleitungsstrecken. Zu beachten bleibt: Die nächste Korridorsanierung in Bayern läuft bereits — die Strecke Obertraubling–Passau ist seit Mitte Juni in der Modernisierung, dort bleiben Umleitungen und längere Laufzeiten bestehen.
INFO31.07.2026
August beginnt: Verschärfte Lkw-Sommerfahrverbote in ganz Europa beachten
Mit dem Start in den August gelten auf den wichtigsten Transitachsen Europas weiterhin die Sommerfahrverbote: In Deutschland sind Lkw über 7,5 t bis 31. August samstags von 7 bis 20 Uhr auf den Ferienautobahnen (u. a. A1, A3, A5, A7, A8, A9, A45, A61) gesperrt, in Frankreich gilt am 1. und 8. August samstags 7 bis 19 Uhr ein zusätzliches Fahrverbot, in Italien im August samstags von 8 bis 22 Uhr sowie am Feiertag 15. August. Österreich sperrt samstags 8 bis 15 Uhr, mit Sonderregeln am Brennerkorridor und auf den Tiroler Ausweichstrecken; Polen beschränkt bis 30. August freitags, samstags und sonntags. Wochenendabfahrten nach Süd- und Osteuropa sollten daher konsequent auf Freitagvormittag oder die Nacht zum Montag disponiert werden.
INFO30.07.2026
Höhepunkt der Sommerreisewelle: Stau-Wochenende auf allen Nord-Süd-Achsen — Fernpass am Samstag zeitweise gesperrt
Mit dem Ferienbeginn in den letzten Bundesländern erwartet der ADAC am Wochenende (31.7.–2.8.) das staureichste Sommerwochenende: Betroffen sind vor allem die Nord-Süd-Achsen A1, A3, A7, A8 und A9 mit rund 1.000 Autobahnbaustellen, am stärksten Freitagnachmittag und Samstagvormittag. In Österreich sind A10, A12 und A13 stark belastet, am Gotthard rechnet der TCS mit bis zu 11 Kilometern Stau und Wartezeiten ab 2 Stunden 45 Minuten Richtung Süden. Am Samstag wird die Fernpassstrecke wegen einer Protestaktion von ca. 9:45 bis 12:00 Uhr gesperrt, das Hahntennjoch ist ebenfalls zu. Termingebundene Transporte Richtung Alpen und Italien sollten früh am Freitag oder ab Montag disponiert werden; Wochenend- und Ferienfahrverbote für LKW sind zu beachten.
WETTER29.07.2026
Hitzehöhepunkt am Donnerstag mit bis zu 41 Grad — danach Unwettergefahr im Süden
Die aktuelle Hitzewelle erreicht am Donnerstag ihren Höhepunkt: Am Rhein sind bis zu 41 Grad möglich, nahe am deutschen Allzeitrekord. Entlang der anschließenden Kaltfront drohen ab Donnerstagabend und vor allem am Freitag sowie am Wochenende kräftige Gewitter mit erheblichem Unwetterpotenzial, insbesondere südlich des Mains. Für den Transport bedeutet das: Gefahr kurzfristiger Strecken- und Oberleitungsstörungen bei der Bahn, mögliche lokale Behinderungen auf der Straße durch Sturm und Starkregen sowie erhöhte Anforderungen an temperaturempfindliche Ladung. Zeitkritische Sendungen in Süddeutschland sollten mit Puffer geplant werden.
INFO29.07.2026
Rechte Rheinstrecke bis Mitte Dezember voll gesperrt — Güterzüge linksrheinisch umgeleitet
Die Generalsanierung der rechtsrheinischen Strecke Troisdorf–Wiesbaden ist in vollem Gange: Der Korridor — eine der wichtigsten Güterachsen zwischen den Nordhäfen, dem Rheinland und Süddeutschland/Schweiz/Italien — bleibt noch bis Mitte Dezember 2026 komplett gesperrt. Der Güterverkehr wird überwiegend über die linke Rheinstrecke abgewickelt, die dadurch stark ausgelastet ist; es kommt zu längeren Laufzeiten und geringerer Trassenverfügbarkeit im gesamten Rheinkorridor. In Kombination mit dem aktuellen Niedrigwasser am Rhein sollten Verlader für Schienen- und Kombiverkehre auf dieser Achse bis Jahresende zusätzliche Vorlaufzeiten einplanen.
WETTER28.07.2026
Waldbrände Südwestfrankreich: A63 Richtung Spanien in beiden Richtungen gesperrt
Der Großbrand südlich von Bordeaux hat sich auf rund 42.000 Hektar ausgeweitet, mehr als 220.000 Menschen wurden evakuiert. Die A63 — die Hauptachse zur spanischen Grenze — ist zwischen Cestas und Liposthey in beiden Richtungen gesperrt; Umleitungen führen großräumig über Toulouse (A62/A64) oder die A75, mit mehreren Stunden Mehrfahrzeit und höheren Mautkosten. Auch der Bahnverkehr südlich von Bordeaux ist beeinträchtigt. Iberien-Verkehre sollten bis auf Weiteres mit deutlichen Verzögerungen kalkuliert werden.
WETTER28.07.2026
Niedrigwasser am Rhein: Schiffe nur mit Teilladung — Frachtraten stark gestiegen
Anhaltende Trockenheit drückt die Rheinpegel: Am Engpass Kaub soll der Wasserstand bis Freitag auf rund 20 Zentimeter fallen. Binnenschiffe können teils nur noch mit 15 bis 20 Prozent ihrer Kapazität beladen werden, Reedereien erheben Kleinwasserzuschläge — die Frachtkosten von Rotterdam nach Karlsruhe haben sich seit Ende Juni nahezu verdreifacht. Da Bahn und LKW die Mengen nur begrenzt auffangen können, ist bei rheinnahen Lieferketten (Mineralöl, Chemie, Baustoffe, Agrar) mit Verzögerungen und Mehrkosten zu rechnen.
INFO28.07.2026
Brennerbahn noch bis 1. August gesperrt — Schienengüterverkehr mit halber Kapazität
Wegen Bauarbeiten bleibt die Brennerbahn zwischen Innsbruck und Brenner noch bis zum 1. August komplett gesperrt; südlich schließt eine Sperre Brenner–Sterzing bis 9. August an. Die Transportkapazität auf der Schiene zwischen Deutschland und Italien liegt laut DHL Freight bei nur etwa 50 Prozent, Züge werden großräumig umgeleitet — mit längeren Laufzeiten und teils Zuschlägen ist zu rechnen. Zeitkritische Italien-Sendungen sollten bis Anfang August entsprechend disponiert werden.
INFO28.07.2026
Hamburg und Bremerhaven: Anhaltende Störungen im Hafen-Hinterlandverkehr per Bahn
Maersk meldet für die Seehafen-Hinterlandverkehre ab Hamburg und Bremerhaven anhaltende Zugverspätungen, längere Transitzeiten und Zugausfälle. Ursache sind zahlreiche Baustellen im DB-Netz sowie betriebliche Engpässe an den Hafenbahnen; eine kurzfristige Besserung wird nicht erwartet. Verlader sollten für Im- und Exporte über die deutschen Nordhäfen längere Vor- und Nachlaufzeiten einplanen.
STREIK27.07.2026
Italien: Fünftägiger Streik im Logistik- und Güterkraftverkehr vom 10. bis 14. August angekündigt
Die Gewerkschaft FAO COBAS hat für den 10.–14. August 2026 einen landesweiten 120-Stunden-Streik der Fahrer im Logistik- und Güterkraftverkehrssektor (nationaler Logistik-Tarifvertrag) ausgerufen. In ganz Italien ist mit Verzögerungen bei Zustellung und Warenverteilung zu rechnen; Sendungen von und nach Italien sollten möglichst vor dem 10. August disponiert werden.
GRENZE27.07.2026
Polen führt Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen bis 1. Oktober fort
Polen hat die Binnengrenzkontrollen an der Grenze zu Deutschland (rund 50 Kontrollstellen, u. a. A12/Świecko) und zu Litauen bis zum 1. Oktober 2026 verlängert. Für den LKW-Verkehr sind stichprobenartige Kontrollen und Verzögerungen insbesondere zu Stoßzeiten einzuplanen; betroffen sind Relationen Deutschland–Polen sowie der Transit Richtung Baltikum.
WETTER27.07.2026
Waldbrände in Südfrankreich: Straßensperrungen in der Gironde und im Var
Großbrände an der französischen Atlantikküste bei Bordeaux (Gironde, höchste Warnstufe Rot, rund 2.000 Hektar) und im Hinterland von Saint-Tropez führen zu kurzfristigen Sperrungen von Land- und teils Autobahnstrecken; auch die A9 Richtung Spanien kann betroffen sein. Die Bahnstrecke Nizza–Marseille ist beeinträchtigt. Für Transporte nach Südfrankreich und Spanien sind Zeitpuffer und aktuelle Verkehrsmeldungen einzuplanen, solange die Wetterlage anhält.
INFO27.07.2026
Rheintalbahn: Wochenend-Vollsperrungen zwischen Offenburg und Herbolzheim im August
Die DB InfraGO sperrt die Rheintalbahn zwischen Offenburg und Herbolzheim (Breisgau) an zwei Wochenenden komplett: Fr. 7.8., 21 Uhr, bis Mo. 10.8., 5 Uhr, sowie Fr. 14.8., 21 Uhr, bis Mo. 17.8., 5 Uhr (Gleis-, Weichen- und Signalarbeiten). Der Korridor Rhine–Alpine Richtung Schweiz/Italien ist an diesen Wochenenden nur über Umleitungen befahrbar — mit längeren Laufzeiten im Schienengüterverkehr ist zu rechnen.
INFO27.07.2026
Brenner: Luegbrücke weiter einspurig — zusätzliche LKW-Fahrverbotstage im Sommer
Auf der A13 Brennerautobahn bleibt die Luegbrücke bis voraussichtlich Ende 2027 im Regelbetrieb einspurig (Tempo 60); nur an rund 180 Tagen, vor allem im Sommer, wird zweispurig gefahren. Die ASFINAG hat für 2026 zusätzliche LKW-Fahrverbotstage an reisestarken Wochenenden festgelegt (36 Tage Richtung Süden, 21 Richtung Norden). Für Italien-Verkehre sind an Sommerwochenenden längere Fahrzeiten einzukalkulieren.
INFO26.07.2026
Willkommen auf dem MTLS-Verkehrslage-Blog
Ab sofort veröffentlichen wir hier werktäglich die wichtigsten Meldungen für den europäischen Straßen- und Bahngüterverkehr: Streiks, Grenzwartezeiten, Korridor-Sperrungen (Brenner, Gotthard, Rheintalbahn), Extremwetter mit Transportauswirkung und Störungen auf der Schienenverbindung China–Europa. Jede Meldung nennt ihre Quelle.