STREIK21.10.2026
Italien: Mailand-Treffen spaltet den Lkw-Protest — Sizilien hebt den Stopp auf, Kalabrien und Kampanien blockieren bis 27. Oktober weiter
Das Krisentreffen von Verkehrsminister Salvini mit den Verbänden und Protestkomitees in Mailand hat den Güterverkehrs-Stopp in Süditalien nur teilweise beendet: Die Regierung gibt nach eigenen Angaben rund eine Milliarde Euro frei — darunter 480 Mio. Euro für alle bis August eingereichten Anträge, rund 104 Mio. Euro ausstehende Sea-Modal-Shift-Beihilfen aus den Vorjahren und 50 Mio. Euro für die dritte Jahrestranche; die Auszahlungen auf die Dieselsteuer-Guthaben sollen noch in dieser Woche beginnen. Daraufhin hat das sizilianische Transporteurs-Komitee (CTS) den Fermo aufgehoben — der Verkehr von und nach Sizilien läuft wieder an, auch wenn die Betriebe formal im Ausstand bleiben, bis die Zusagen umgesetzt sind. Auf dem Festland geht der Protest dagegen weiter: Fedralog in Kalabrien und die kampanischen Gruppen setzen den Stopp bis zum 27. Oktober fort, in Apulien wird nur ein Teil der Blockaden aufgehoben — betroffen bleiben unter anderem die Logistik-Knoten Nola, Maddaloni-Marcianise und Carinaro, sodass auch wieder rollende Lkw aus Sizilien auf dem Festland erneut auf Blockaden treffen können. Am 27. Oktober ist ein Kontrolltermin im Ministerium angesetzt. Verlader sollten Transporte von und nach Kampanien und Kalabrien weiterhin bis mindestens 27. Oktober mit großen Puffern planen oder zurückhalten; Sizilien-Verkehre können schrittweise wieder anlaufen, mit Restrisiken im Nachlauf über das Festland.
STREIK20.10.2026
Italien: Entscheidungstag im Lkw-Stopp — Salvini trifft Verbände und Protestkomitees heute in Mailand, Stellantis stoppt Produktion in Atessa
Am fünften Tag des Güterverkehrs-Stopps in Süditalien entscheidet sich heute, ob die Blockaden enden: Verkehrsminister Salvini trifft um 10 Uhr in der Präfektur Mailand die nationalen Verbände und um 15 Uhr Delegationen der Protestkomitees aus Apulien, Kalabrien und Sizilien — auf dem Tisch liegen die sofortige Freigabe der 590 Mio. Euro für die Flottenerneuerung, mindestens 80 Mio. Euro Soforthilfe und eine Verlängerung des Dieselsteuer-Guthabens auf 2027; der Dachverband Unatras verlangt allerdings, dass nur die im Albo eingetragenen nationalen Verbände mitverhandeln. Die Lage bleibt angespannt: In der Nacht zum Montag blockierten Lkw die A1 bei Caserta Sud und Caianello sowie eine Zufahrt zum Hafen Neapel, neue Proteste laufen in Molise (Campobasso), und bei Stellantis in Atessa (Chieti) steht die Transporter-Produktion wegen fehlender Bauteile still — die Störungen erreichen damit auch die Industrie-Lieferketten; vielerorts im Süden melden Tankstellen „Diesel ausverkauft“, in mehreren Regionen fehlen Frischwaren in den Regalen. Ohne Einigung soll der Stopp bis zum 27. Oktober weiterlaufen, ab Donnerstag (22. Oktober) wollen sich zusätzlich die Fischer anschließen. Verlader sollten Transporte von und nach Süditalien weiter zurückhalten oder mit großen Puffern planen und das Ergebnis der heutigen Gespräche abwarten; bei Zulieferverkehren von/nach Mittel- und Süditalien sind kurzfristige Produktionsauswirkungen wie in Atessa einzukalkulieren.
STREIK19.10.2026
Italien: Lkw-Stopp legt Süditalien weiter lahm — Krisentreffen mit Salvini auf morgen vorgezogen, sonst Verlängerung bis 27. Oktober
Am vierten Tag des Güterverkehrs-Stopps ist Süditalien weitgehend blockiert: Betroffen sind inzwischen Apulien, Kalabrien, Sizilien, Kampanien und die Basilikata — bei Cerignola sind SS16, A14 und A16 seit rund einer Woche blockiert, bei Brindisi zog ein Konvoi von etwa 500 Lkw über die SS379, dazu kommen Aktionen am Containerhafen Gioia Tauro, an A2-Anschlüssen im Raum Cosenza und zeitweise gesperrte Autobahnausfahrten in Kampanien (Nola, Nocera-Pagani). Die Versorgungslage spitzt sich zu: Laut Tankstellenverband Fegica sind 60 bis 70 Prozent der Tankstellen im Süden ohne Kraftstoff, in Apulien fehlen teils frische Waren in den Supermärkten. Verkehrsminister Salvini hat das ursprünglich für den 27. Oktober geplante Treffen auf morgen (Dienstag, 20. Oktober) vorgezogen; das sizilianische Transporteurs-Komitee verlangt die Unterschrift unter ein Verpflichtungsprotokoll (u. a. rund 104 Mio. Euro ausstehende Beihilfen, nutzbarer Dieselsteuerkredit) — ohne Einigung soll der Stopp bis zum 27. Oktober weiterlaufen. Verlader sollten Transporte von und nach Süditalien mindestens bis Mitte der Woche weiter aussetzen oder mit großen Puffern planen und den Ausgang des morgigen Treffens abwarten; auch Fährverkehre und der Hafenumschlag (u. a. Gioia Tauro, Catania) bleiben unkalkulierbar.
STREIK16.10.2026
Italien: Lkw-Stopp in Süditalien hat begonnen — Protest weitet sich auf Kampanien und Apulien aus, Dieselversorgung in Kalabrien gestört
Der angekündigte Güterverkehrs-Stopp in Sizilien und Kalabrien ist heute um 0:01 Uhr gestartet — und der Protest gegen die hohen Dieselpreise erfasst inzwischen weitere Regionen: In Kampanien (Neapel, Caserta, Salerno, Avellino, Benevento) wurde kurzfristig ein Fermo ab der Nacht zum Freitag ausgerufen, in Apulien blockieren Transporteure seit Tagen Mautstellen (u. a. Poggio Imperiale, Cerignola) und Zufahrten wie Manfredonia, weitere Aktionen laufen in der Basilikata und an der Eni-Raffinerie bei Livorno. In Kalabrien, wo Fedralog rund 22 Protestposten mit etwa 800 Fahrern aufstellt, kommt eine Versorgungskrise hinzu: Weil Arbeiter des früheren Ilva-Werks die Eni-Raffinerie in Tarent blockieren, sind viele Tankstellen der Region seit Tagen ohne Diesel; die von der Region bereitgestellten 15 Millionen Euro haben den Stopp nicht abgewendet. In Sizilien bleiben die Lkw bis mindestens 20. Oktober (einzelne Aktionen bis 22.) auf den Höfen, Trailer und Obst-/Gemüseladungen werden in den Häfen nicht abgefertigt; das Verkehrsministerium hat die Verbände erst für den 27. Oktober zu einem Treffen geladen. Verlader sollten Sendungen von und nach Süditalien (einschließlich Kampanien/Apulien) in dieser Woche nur mit großzügigen Pufferzeiten planen und kurzfristige Lieferzusagen südlich von Rom vermeiden.
STREIK15.10.2026
Italien: Lkw-Stopp in Sizilien und Kalabrien beginnt morgen früh — keine Aussetzung in Sicht, erste Proteste laufen bereits
Einen Tag vor Beginn gibt es keine Anzeichen für eine Aussetzung des Güterverkehrs-Stopps in Süditalien: Der Fermo steht im offiziellen Streikkalender des Verkehrsministeriums — in Kalabrien stoppt Fedralog den Straßengüterverkehr von Donnerstag, 16. bis 20. Oktober komplett, in Sizilien halten das Komitee der Transportunternehmer (16.–20.) und die Confindustria-Betriebe (bis 22. Oktober) die Lkw an, Trailer und Ladung sollen in den Häfen auf den Fähren bleiben. In Kalabrien wird bereits protestiert: Bei Castrovillari läuft seit Montag ein unbefristetes Sit-in mit über 100 Teilnehmern, rund 50 Traktoren und mehreren Lkw, nachdem die Polizei zuvor in Vibo Marina die Blockade von Treibstofflagern verhindert hatte. Die Verbände signalisieren zwar Gesprächsbereitschaft — ein Teil der von der Region zugesagten Mittel hängt aber noch an einer EU-Genehmigung, und ohne konkrete Zusagen zu Dieselpreis (seit Februar rund 35 Cent je Liter teurer) und Sea-Modal-Shift-Geldern droht eine Verlängerung über den 22. Oktober hinaus. Verlader sollten Abholungen und Zustellungen in Sizilien und Kalabrien heute abschließen; ab morgen sind der Hafenumschlag in Palermo, Catania und Messina sowie Verteilerverkehre in beiden Regionen bis mindestens zum 20. bzw. 22. Oktober als nicht kalkulierbar einzuplanen.
STREIK14.10.2026
Italien: USB-Generalstreik am 30. Oktober — landesweiter 24-Stunden-Bahnstreik ab Donnerstagabend, auch Autobahnen und Häfen betroffen
Die Basisgewerkschaft USB hat für Freitag, 30. Oktober, einen landesweiten Generalstreik aller Branchen im öffentlichen und privaten Sektor ausgerufen — Hintergrund sind die gestiegenen Kraftstoff- und Lebensmittelpreise, Lohnforderungen und der Protest gegen steigende Verteidigungsausgaben. Im Bahnsektor wird von Donnerstag, 29. Oktober, 21:00 Uhr bis Freitag, 30. Oktober, 20:59 Uhr gestreikt; das Autobahnpersonal schließt sich ab Donnerstag, 22:00 Uhr an, und mehrere Hafengewerkschaften haben für denselben Tag zu einem internationalen Aktionstag in den Häfen aufgerufen. Damit ist in der Nacht auf Freitag und am Freitag selbst landesweit mit ausgefallenen oder verschobenen Güterzugtrassen zu rechnen — einschließlich der grenzüberschreitenden Verkehre über Brenner, Gotthard und Simplon; im Personenverkehr gelten die gesetzlichen Garantiefenster (6–9 und 18–21 Uhr), für den Güterverkehr gibt es keine vergleichbare Absicherung. Verlader sollten zeitkritische Bahnsendungen von und nach Italien auf Abfahrten bis Donnerstagnachmittag oder ab Samstag, 31. Oktober, umplanen und bei Lkw-Verkehren am Freitag Verzögerungen an Mautstationen und in den Häfen einkalkulieren.
STREIK13.10.2026
Italien: 24-Stunden-Streik bei DB Cargo Italia in der Lombardei am Donnerstag, 15. Oktober — Streikwoche im Güterverkehr spitzt sich zu
Die italienische Streikwelle im Güterverkehr erfasst nun auch DB Cargo Italia: Die Gewerkschaften Filt Cgil, Fit Cisl, Uiltrasporti und Orsa Ferrovie rufen die Beschäftigten in der Lombardei für Donnerstag, 15. Oktober, zu einem 24-Stunden-Streik auf (0:00 bis 23:59 Uhr). Die Lombardei ist mit den Terminals im Großraum Mailand die wichtigste Drehscheibe des italienischen Schienengüterverkehrs — betroffen sind damit auch grenzüberschreitende Verkehre über Gotthard, Simplon und Brenner, die DB Cargo Italia im Nachlauf traktioniert. Der Ausstand fällt mitten in eine ohnehin kritische Woche: Noch bis Mittwochfrüh läuft der landesweite Streik bei SBB Cargo Italia, am Mittwoch folgt der CGIL-Generalstreik in der Toskana, ab Freitag der mehrtägige Lkw-Stopp in Sizilien und Kalabrien. Verlader sollten für Donnerstag mit ausgefallenen oder verschobenen Zugabfahrten von und nach Norditalien rechnen und zeitkritische KV-Sendungen mit den Operateuren auf Abfahrten vor Mittwochabend oder ab Samstag umplanen.
STREIK12.10.2026
Sizilien: Lkw-Stopp weitet sich aus — Confindustria schließt sich an, Stillstand nun bis 22. Oktober und unbefristete Fortsetzung angedroht
Der für diese Woche angekündigte Güterverkehrs-Stopp in Sizilien eskaliert: Neben dem Komitee der Transportunternehmer um Salvatore Bella (mit den Verbänden Aitras und Aias, Stopp 16. bis 20. Oktober) hat sich nun auch Confindustria Sicilia einstimmig dem Protest angeschlossen — deren Mitgliedsunternehmen stellen die Lkw von Donnerstag, 16. Oktober, 0:00 Uhr bis Mitternacht am 22. Oktober ab und drohen, ohne konkrete Zusagen aus Rom unbefristet weiterzumachen. Blockiert werden sollen keine Straßen, sondern die Arbeit in den Häfen: Trailer und Ladung sollen auf den Fähren bleiben, womit der Umschlag in Palermo, Catania und Messina weitgehend zum Erliegen käme; Hintergrund sind der seit Februar um rund 35 Cent je Liter gestiegene Dieselpreis, nicht ausgezahlte Sea-Modal-Shift-Mittel und nicht eingehaltene Zusagen aus dem April. Verlader mit Sizilien-Verkehren müssen damit statt fünf nun mindestens sieben Tage Stillstand einplanen — Zustellungen und Abholungen auf der Insel möglichst bis Mittwoch, 15. Oktober, abschließen und Sendungen danach bis mindestens 23. Oktober zurückhalten; in Kalabrien endet der laufende 120-Stunden-Stopp am Dienstag, bevor dort am 16. Oktober der nächste Totalstopp beginnt.
STREIK12.10.2026
Belgien: 24-Stunden-Bahnstreik im öffentlichen Dienst — heute deutlich weniger Züge im gesamten Netz
In Belgien legt die sozialistische Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes CGSP aus Protest gegen die Haushaltspläne der Regierung die Arbeit nieder — bei der Bahn von Sonntagabend, 22:00 Uhr, bis einschließlich Montag, 12. Oktober (letzter Zug). Die SNCB fährt nur einen Ersatzfahrplan mit rund 7 von 10 IC-Zügen und jedem zweiten Regionalzug; da der Ausstand das gesamte Bahnpersonal erfasst, ist auch im Schienengüterverkehr durch Belgien — insbesondere im Hinterlandverkehr der Häfen Antwerpen und Zeebrügge sowie auf der Achse über Montzen/Aachen — heute mit gestrichenen oder verspäteten Trassen zu rechnen. Daneben streiken unter anderem Post und kommunale Dienste. Verlader sollten für heute disponierte Bahnsendungen von und nach Belgien mit den Operateuren abklären; als nächste Eskalationsstufe droht der Gewerkschaftsbund FGTB zudem mit einem Generalstreik in der Woche ab dem 23. November.
INFO12.10.2026
Brenner: Nächtliche Lkw-Fahrverbote an der Luegbrücke vom 12.–15. und 19.–22. Oktober
Wegen der Fahrbahnerneuerung an der Luegbrücke verschärft die ASFINAG die Einschränkungen auf der Brennerroute: In den Bauphasen von heute, 12. bis 15. Oktober sowie vom 19. bis 22. Oktober dürfen Lkw über 3,5 Tonnen zwischen 21:00 und 5:00 Uhr die A12/A13 in Tirol nicht befahren, sofern ihre Route über die Luegbrücke führt — das Nachtfahrverbot gilt in beide Richtungen, tagsüber steht auf der Brücke weiterhin nur eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Kontrolliert wird an den Checkpoints Pettnau und Kufstein sowie Matrei-Steinach und Brenner-Nord; Lkw, die nach 21:00 Uhr dort ankommen, werden zurückgewiesen. Bei guter Witterung sollen die Arbeiten bis spätestens 23. Oktober abgeschlossen sein. Für Italien-Verkehre über den Brenner sind in beiden Bauwochen längere Fahr- und Standzeiten einzuplanen — Nachtfahrten so takten, dass die Luegbrücke vor 21:00 Uhr passiert ist, oder Abfahrten auf den frühen Morgen verschieben.
INFO12.10.2026
Österreich: Südstrecke nach Güterwagen-Entgleisung bei Wiener Neustadt gestört — Güterzüge werden großräumig umgeleitet
In der Nacht auf Montag haben sich im Bereich des Bahnhofs Wiener Neustadt gegen 1:00 Uhr zwei Güterwagen selbstständig in Bewegung gesetzt und sind entgleist; dabei wurde die Oberleitung schwer beschädigt, verletzt wurde niemand. Betroffen sind die Südstrecke zwischen Wien und Mürzzuschlag sowie die Aspang-, Puchberger- und Gutensteiner Strecke — im Personenverkehr kommt es zu Ausfällen und Verspätungen, Güterzüge werden nach Möglichkeit großräumig umgeleitet. Die ÖBB rechnen mit Einschränkungen bis Montag, 23:59 Uhr; die vollständige Betriebsaufnahme hängt vom Fortschritt der Reparaturen ab. Für Bahnsendungen auf dem Baltisch-Adriatischen Korridor Richtung Steiermark, Kärnten, Slowenien und Italien sind heute längere Laufzeiten einzukalkulieren; zeitkritische Abfahrten über die Südstrecke sollten kurzfristig mit den Traktionären abgestimmt werden.
STREIK09.10.2026
Italien: Güterstopp in Sizilien und Kalabrien vom 16. bis 20. Oktober bestätigt — Gespräche gescheitert, unbefristete Fortsetzung angedroht
Der für den 16. bis 20. Oktober angekündigte zweite Güterverkehrs-Stopp in Süditalien ist nun fix: Nach dem Scheitern der Gespräche zwischen dem Transportverband Fedralog und der Regionalregierung Kalabriens — die angebotene technische Konsulta genügt dem Verband nicht — wird ab Donnerstag, 16. Oktober, ein totaler Stopp des Straßengüterverkehrs in Kalabrien bestätigt; der Verband warnt bereits offen vor leeren Supermarktregalen und Ausfällen in der laufenden Obst- und Olivenernte. Parallel kündigt das Komitee der sizilianischen Transportunternehmer an, vom 16. bis 20. Oktober die Lkw in den Häfen der Insel anzuhalten, und droht, die Aktion bei ausbleibender Antwort aus Rom unbefristet fortzusetzen — Hintergrund sind die hohen Dieselpreise und die auf die Fährtickets umgelegte ETS-Emissionsabgabe; auch eine landesweite Ausweitung steht im Raum. Verlader mit Verkehren von und nach Süditalien sollten Abholungen und Zustellungen in Sizilien und Kalabrien möglichst vor den 15. Oktober vorziehen, da direkt an den laufenden 120-Stunden-Stopp in Kalabrien (bis 13. Oktober) nur zwei reguläre Werktage anschließen; Fähr- und Hafenumschlag Palermo, Catania und Messina ist ab dem 16. Oktober als unkalkulierbar einzuplanen.
STREIK08.10.2026
Italien: Streikwelle im Güterverkehr — Transportstopp in Kalabrien ab Freitag, landesweiter Bahnstreik bei SBB Cargo Italia am 13./14. Oktober
In Italien rollt eine Streikwelle im Güterverkehr an: In Kalabrien stellen die im Verband Fedralog organisierten Transportunternehmen den Straßengüterverkehr für 120 Stunden ein — von Freitag, 9. Oktober, 00:01 Uhr bis Dienstag, 13. Oktober, 24:00 Uhr; Hintergrund sind gestiegene Kraftstoffpreise und Betriebskosten. Unmittelbar anschließend ruft die Gewerkschaft ORSA Ferrovie bei SBB Cargo Italia zu einem landesweiten 24-Stunden-Streik im Schienengüterverkehr auf, von Dienstag, 13. Oktober, 6:00 Uhr bis Mittwoch, 14. Oktober, 5:59 Uhr. Am 14. Oktober folgt zudem ein regionaler Generalstreik der CGIL in der Toskana (9:01 bis 17:00 Uhr), bei dem im Bahngüterverkehr komplette Schichten ausfallen sollen; für den 16. bis 20. Oktober ist bereits ein weiterer Güterverkehrs-Stopp in Sizilien und Kalabrien angekündigt. Verlader mit Italien-Verkehren sollten in der kommenden Woche Verzögerungen bei Zustellung und Abholung südlich der Alpen einplanen — zeitkritische Sendungen möglichst vorziehen und Zugabfahrten, insbesondere KV-Verkehre mit Traktion durch SBB Cargo Italia über Gotthard und Simplon, frühzeitig mit den Operateuren abstimmen.
STREIK07.10.2026
Seehäfen: Tarifeinigung erzielt — unbefristete Streiks in den deutschen Häfen abgewendet
Der monatelange Tarifkonflikt in den deutschen Seehäfen ist beigelegt: Die ver.di-Bundestarifkommission hat am Montag das Angebot des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) angenommen — 3,4 Prozent mehr Stundenlohn rückwirkend zum 1. August, 200 Euro mehr Urlaubsgeld für alle Beschäftigten und ab Januar 2027 eine um 416 Euro erhöhte Jahrespauschale für die Containerbetriebe, bei zwölf Monaten Laufzeit. In der vorangegangenen Mitgliederbefragung hatten zwar erneut rund 65 Prozent der etwa 5.500 Teilnehmenden das Angebot abgelehnt, die für unbefristete Arbeitskämpfe nötige Dreiviertelmehrheit wurde damit aber verfehlt — die seit Wochen drohenden unbefristeten Streiks in Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Brake und Emden mit rund 11.000 Beschäftigten sind vorbehaltlich der abschließenden Zustimmung der Arbeitgeberseite vom Tisch. Für Verlader und Spediteure bedeutet das nach den Warnstreikwellen im August und September wieder planbare Abfertigung an den deutschen Containerterminals; mit streikbedingten Rückstaus im Vor- und Nachlauf ist nicht mehr zu rechnen.
WETTER05.10.2026
Rhein: Regen bringt nur kurze Mini-Erholung — Kaub soll bis Donnerstag wieder unter null fallen
Der erhoffte Befreiungsschlag durch den Regen der vergangenen Woche ist am Rhein ausgeblieben: Der Pegel Kaub erholte sich bis Sonntagmorgen lediglich auf rund 6 Zentimeter, in Köln stieg der Wasserstand vom Rekordtief von 40 Zentimetern vorübergehend auf knapp 57 Zentimeter — laut Vorhersage fallen die Pegel aber bereits wieder: Für Kaub werden zur Wochenmitte erneut Werte um die Nullmarke und bis Donnerstag rund minus 3 Zentimeter erwartet. Für die Güterschifffahrt bleibt es auf dem Engpass St. Goar–Mainz damit bei Teilbeladungen, hohen Kleinwasserzuschlägen und knappem Schiffsraum; eine nachhaltige Entspannung ist vor ergiebigem Landregen weiter nicht in Sicht. Immerhin bleibt der Ersatzverkehr auf der Straße erleichtert: Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Nordrhein-Westfalen haben ihre Ausnahmen vom Lkw-Sonn- und Feiertagsfahrverbot für üblicherweise per Binnenschiff transportierte Güter bis Ende Oktober verlängert. Verlader im Rheinkorridor sollten Ersatzkapazitäten auf Schiene und Straße daher weiterhin fest eingeplant lassen und Mehrkosten für wassergebundene Vorprodukte auch für die zweite Oktoberhälfte einpreisen.
STREIK01.10.2026
ver.di bestreikt Privatbahnen in NRW: RheinCargo und Hafenbahnen heute ganztägig im Warnstreik
Im Tarifstreit um den ausgelaufenen Eisenbahntarifvertrag (ETV) mit dem Arbeitgeberverband AGVDE ruft ver.di für heute, Donnerstag, den 1. Oktober, die Beschäftigten mehrerer privater Eisenbahnunternehmen in Nordrhein-Westfalen ganztägig zum Warnstreik auf — betroffen sind unter anderem RheinCargo mit Güterbahn und den Rheinhäfen Neuss, Düsseldorf und Köln sowie die Wanne-Herner Eisenbahn und Hafen GmbH, die Mindener Kreisbahnen und die ETZ Betriebs GmbH. Der ETV gilt für gut 30 private Verkehrsunternehmen mit knapp 6.000 Beschäftigten, die unter anderem im Schienengüterverkehr tätig sind; parallel läuft in Baden-Württemberg noch bis Freitag ein dreitägiger Warnstreik bei der SWEG (überwiegend Bus- und Regionalverkehr). Verlader mit Umschlag in den Rheinhäfen Neuss, Düsseldorf und Köln sowie mit Hafen- und Werksbahnverkehren im Ruhrgebiet müssen heute mit Verzögerungen bei Zustellung, Abholung und Zugbildung rechnen — Nachwirkungen bis in den Freitag sind möglich, zumal die Häfen wegen des Rhein-Niedrigwassers ohnehin unter Druck stehen. Zeitkritische Abfahrten sollten mit den Traktionären abgestimmt, nicht fixe Sendungen möglichst auf Anfang nächster Woche gelegt werden.
WETTER30.09.2026
Rhein: Erhoffte Pegel-Wende fällt aus — Düsseldorf soll bis zum Wochenende auf minus 11 Zentimeter fallen
Die noch am Wochenende in Aussicht gestellte Entspannung am Rhein ist abgesagt: Nach aktuellen Angaben von Wasserstraßenverwaltung und Bundesanstalt für Gewässerkunde bleibt es an den Rekord-Niedrigwasserpegeln bei einstelligen Zentimeterwerten, in Kaub wurden erstmals negative Pegelstände registriert und für Düsseldorf wird bis zum Wochenende ein Absinken auf minus 11 Zentimeter erwartet — so wenig wie nie zuvor. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt beschreibt die Lage drastisch: Der Rhein speise sich derzeit „grob gesagt nur noch aus Kläranlagen, Gletschereis und ein bisschen Grundwasserzufluss"; auf dem Engpass St. Goar–Mainz sind laut Binnenschifffahrts-Verband BDB weiter nur vereinzelt Güterschiffe mit stark reduzierter Ladung unterwegs, Mittel- und Oberrhein bleiben faktisch von Duisburg und Rotterdam abgeschnitten. Der für Donnerstag angekündigte Kaltfront-Regen (10 bis 20 Liter pro Quadratmeter) bringt allenfalls vorübergehend leichte Erleichterung — der BDB beziffert den Bedarf auf rund zwei Wochen kontinuierlichen Landregen, danach setzt sich erneut trockenes Hochdruckwetter durch. Verlader im Rheinkorridor sollten Ersatzkapazitäten auf Schiene und Straße damit über die erste Oktoberwoche hinaus fest einplanen und bei wassergebundenen Vorprodukten (Chemie, Mineralöl, Stahl) mit weiter steigenden Frachtraten und Engpässen rechnen.
WETTER29.09.2026
Rhein: Pegel Kaub fällt unter null — Mittel- und Oberrhein von Duisburg und Rotterdam abgeschnitten
Das Rhein-Niedrigwasser hat sich am Wochenende weiter verschärft: Der Pegel Kaub unterschritt zeitweise die Nullmarke, auch in Köln markierten 40 Zentimeter einen neuen Niedrigwasser-Rekord. Auf dem Nadelöhr zwischen St. Goar und Mainz sind laut Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt nur noch vereinzelt Güterschiffe mit stark reduzierter Ladung unterwegs — Mittel- und Oberrhein sind damit faktisch von den Häfen Duisburg und Rotterdam abgeschnitten, zum zweiten Mal binnen weniger Wochen. Betroffen sind vor allem Raffinerien, Chemie und Stahl; allein die BASF in Ludwigshafen bezieht rund die Hälfte ihrer Vorprodukte per Binnenschiff. Immerhin zeichnet sich erstmals Entlastung ab: Bundesanstalt für Gewässerkunde und Wasserstraßenverwaltung rechnen dank angekündigter Niederschläge zum kommenden Wochenende mit steigenden Pegeln in Köln und Kaub. Verlader im Rheinkorridor sollten Ersatzkapazitäten auf Schiene und Straße dennoch mindestens bis in die erste Oktoberwoche fest eingeplant lassen und Nachschubpuffer für wassergebundene Vorprodukte prüfen.
INFO28.09.2026
Rheintalbahn: Nächste Vollsperrung zwischen Freiburg und Basel vom 2. bis 5. Oktober — DB veröffentlicht Details
Die seit dem Sommer angekündigte nächste Sperrung der Rheintalbahn ist nun mit Details unterlegt: Die DB sperrt den Abschnitt zwischen Freiburg (Breisgau) Hauptbahnhof und Basel Badischer Bahnhof von Freitag, 2. Oktober, 5 Uhr bis Montag, 5. Oktober, 6:30 Uhr komplett — gearbeitet wird am neuen elektronischen Stellwerk in Basel sowie an der Oberleitung zwischen Weil am Rhein und Basel. Im Fernverkehr enden die ICE-Linien 12 und 43 am 3. und 4. Oktober bereits in Freiburg, die Linie 20 in Karlsruhe; fünf ICE-Zugpaare täglich werden über Singen umgeleitet, dazwischen fahren Ersatzbusse. Für den Schienengüterverkehr auf der wichtigsten Nord-Süd-Achse Richtung Schweiz und Italien bedeutet die Sperrung des Grenzabschnitts erneut Umleitungen und längere Laufzeiten — Verlader mit KV- und Ganzzugverkehren über Basel sollten für das verlängerte Wochenende um den 3. Oktober Puffer einplanen und Abfahrten frühzeitig mit ihren Traktionären abstimmen, zumal der Feiertagsverkehr die Ausweichkapazitäten zusätzlich verknappt.
WETTER28.09.2026
Rhein: Rekordtief am Pegel Kaub — nur noch 2 Zentimeter, „Rhein im Grunde zweigeteilt"
Das Rhein-Niedrigwasser hat einen historischen Tiefpunkt erreicht: Am Engpass Kaub wurden am Freitag nur noch 2 Zentimeter gemessen — rund 5 Zentimeter unter dem bisherigen Tiefststand vom 17. August und damit ein neues Rekordtief. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein spricht von einer weiterhin angespannten Lage; Frachtschiffe können die Engstelle im Mittelrheintal nur noch mit deutlich eingeschränkter Ladung passieren, der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank sieht den Rhein für die meisten Transporte „im Grunde zweigeteilt". Eine nachhaltige Entspannung ist laut Bundesanstalt für Gewässerkunde weiterhin nicht in Sicht — mögliche Niederschläge in der ersten Oktoberwoche könnten allenfalls vorübergehend leichte Erleichterung bringen. Für Verlader im Rheinkorridor bleibt es damit bis auf Weiteres bei Teilbeladungen, hohen Kleinwasserzuschlägen und knappem Schiffsraum — fest gebuchte Ersatzkapazitäten auf Schiene und Straße sind weiterhin unverzichtbar, Mehrkosten und längere Vorlaufzeiten sollten in die Oktober-Planung eingepreist werden.
INFO28.09.2026
Frankreich: SNCF erwartet am Streiktag 29. September weitgehend normalen Zugverkehr
Entwarnung für den morgigen landesweiten Streiktag in Frankreich: Die SNCF rechnet nach ihren am Wochenende veröffentlichten Verkehrsprognosen mit normalem Verkehr bei TGV und Intercités und quasi-normalem Verkehr im Regionalverkehr (TER); auch im Pariser Vorortverkehr und bei der RATP werden nur punktuelle Störungen erwartet. Der Streikaufruf der Bahngewerkschaft SUD-Rail verfängt damit kaum — die CGT Cheminots hatte sich dem Aufruf, wie berichtet, nicht angeschlossen, der Aktionstag bleibt im Kern ein Streik des öffentlichen Dienstes (CGT, FO, CFDT, UNSA, FSU, Solidaires, CFE-CGC). Für Verlader mit Schienenverkehren von, nach oder durch Frankreich sind am 29. September damit keine nennenswerten Beeinträchtigungen mehr zu erwarten; ein Restrisiko einzelner Verspätungen bei grenzüberschreitenden Verkehren und regionale Behinderungen im Straßenverkehr durch Demonstrationen lassen sich aber nicht ausschließen.
WETTER24.09.2026
Rhein: Kaub fällt auf 12 Zentimeter — BfG erwartet bis zum Wochenende weiter sinkende Pegel
Die Niedrigwasserlage am Rhein hat sich seit Mitte September nochmals deutlich verschärft: Am Engpass Kaub wurden am Mittwochmorgen nur noch 12 Zentimeter gemessen, die Vorhersage der Bundesanstalt für Gewässerkunde sieht für Sonntag rund 6 Zentimeter — die rechnerische Fahrrinnentiefe sinkt damit auf etwa 1,25 Meter statt der regulären 1,90 Meter. Sechs von acht abgefragten Rheinpegeln, darunter Kaub, Mainz, Duisburg-Ruhrort und Emmerich, unterschreiten inzwischen den amtlich hinterlegten niedrigsten bekannten Wasserstand; laut BfG-14-Tage-Vorhersage bleibt der beladungsrelevante Gleichwertige Wasserstand von 77 Zentimetern mindestens bis zum 5. Oktober sicher unterschritten. Am Niederrhein haben bei Düsseldorf bereits zwei Rheinfähren den Betrieb eingestellt, die BfG hält dort bis Ende September ein weiteres Absinken in Richtung null für möglich. Für Verlader im Rheinkorridor verschärfen sich Teilbeladungen, Kleinwasserzuschläge und Schiffsraumknappheit damit weiter — fest gebuchte Ersatzkapazitäten auf Schiene und Straße bleiben bis mindestens Anfang Oktober unverzichtbar, zumal unterhalb von 40 Zentimetern in Kaub wirtschaftlicher Gütertransport kaum noch möglich ist.
STREIK21.09.2026
Frankreich: Landesweiter Streiktag am 29. September — Störungen im SNCF-Netz erwartet
Für Dienstag, den 29. September, ruft ein breites Gewerkschaftsbündnis (CGT, FO, CFDT, UNSA, FSU, Solidaires und CFE-CGC) zu einem landesweiten Streik- und Aktionstag im französischen öffentlichen Dienst auf. Bei der Bahn hat die Gewerkschaft SUD-Rail die Eisenbahner zum Streik aufgerufen — sie will nach einer Lohnerhöhung von nur 0,18 Prozent bei zugleich 1,2 Milliarden Euro Halbjahresgewinn der SNCF-Gruppe den Druck für neue Verhandlungen erhöhen; die CGT Cheminots hat sich dem Aufruf bislang nicht angeschlossen, das tatsächliche Ausmaß der Zugausfälle ist daher noch offen. Verlader mit Schienenverkehren von, nach oder durch Frankreich sollten für den 29. September mit Beeinträchtigungen im SNCF-Netz rechnen — auch bei Güterzügen und grenzüberschreitenden Verkehren — und zeitkritische Sendungen möglichst vorziehen oder Puffer einplanen.
GRENZE21.09.2026
Polen verlängert Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen bis Ende März 2027
Die eigentlich bis zum 2. Oktober befristeten polnischen Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Litauen werden um knapp sechs Monate bis zum 30. März 2027 verlängert. Das polnische Innenministerium begründet den Schritt damit, dass die Migrationsroute über Belarus und das Baltikum weiterhin aktiv genutzt werde; eine vorzeitige Aufhebung schließt Warschau nur bei deutlicher Entspannung an der Grenze nicht aus. Für den Straßengüterverkehr auf der Ost-West-Achse bleibt es damit auf beiden Seiten bei stichprobenartigen Kontrollen — parallel laufen die deutschen Binnengrenzkontrollen bis Mitte März 2027 weiter. Disponenten sollten an den stark frequentierten Übergängen wie Frankfurt (Oder)/Świecko an Spitzentagen weiterhin Zeitpuffer für Lkw einplanen.
GRENZE17.09.2026
Österreich verlängert Grenzkontrollen zu Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien bis Mitte März 2027
Österreich setzt seine Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien für weitere sechs Monate fort — bis zum 15. März 2027. Das Innenministerium setzt dabei nach eigenen Angaben verstärkt auf flexible Grenzraumkontrollen statt rein stationärer Grenzpunktkontrollen und will Pendler und Wirtschaftsverkehr „so wenig wie möglich belasten"; der Assistenzeinsatz des Bundesheeres im Burgenland läuft weiter. Für den Straßengüterverkehr auf den Südost-Korridoren Richtung Balkan und Türkei bleibt damit das Risiko stichprobenbedingter Wartezeiten an den österreichischen Übergängen bestehen — parallel zur bereits bis Mitte März 2027 angemeldeten Verlängerung der deutschen Binnengrenzkontrollen. Disponenten sollten an Spitzentagen weiterhin Zeitpuffer an den Übergängen wie Spielfeld und Nickelsdorf einplanen.
INFO17.09.2026
Bahnkorridor Berlin–Hannover: 14-monatige Vollsperrung ab Oktober — Güterzüge werden über Magdeburg umgeleitet
Die DB InfraGO sperrt die rund 227 Kilometer lange Strecke Berlin–Lehrte (Hannover) ab Oktober für eine Generalsanierung — durchgehend bis Dezember 2027. Der Schienengüterverkehr auf der wichtigen Ost-West-Achse wird ab dem 2. Oktober großräumig über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet; ab Ende Januar 2027 soll zusätzlich eine zweite Umleitungsroute über Halle–Eichenberg zur Verfügung stehen. Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) lehnt das Umleitungskonzept als „unverantwortlich" ab und fordert eine ganze oder teilweise Verschiebung der Vollsperrung — unter anderem, weil die parallele Lehrter Stammbahn erst im Dezember 2027 und damit ein Jahr später als geplant elektrifiziert sein wird. Verlader mit Ganzzug- und KV-Verkehren zwischen den Seehäfen, dem Ruhrgebiet und Berlin/Polen sollten ab Oktober mit längeren Laufzeiten und knapperen Trassenkapazitäten auf den Umleitungsstrecken rechnen.
STREIK16.09.2026
Seehäfen: Beschäftigte lehnen Tarifangebot ab — Mitgliederbefragung über unbefristete Streiks bis 1. Oktober
In der Rückkopplung vom 14. September haben die Hafenbeschäftigten der deutschen Seehäfen das Arbeitgeberangebot mehrheitlich abgelehnt: 64,7 Prozent der über 5.500 Teilnehmenden stimmten gegen die 12-Monats-Variante (3,4 Prozent mehr Lohn rückwirkend zum 1. August, 200 Euro mehr Urlaubsgeld, 416 Euro Containerzulage). ver.di leitet nun eine Mitgliederbefragung ein, die bis zum 1. Oktober läuft — votieren mindestens 75 Prozent für Ablehnung, berät die Bundestarifkommission über unbefristete Streiks in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake. Verlader mit Im- und Exporten über die deutschen Seehäfen sollten ab Anfang Oktober mit erheblichen Störungen bei Umschlag und Hinterlandverkehren rechnen und zeitkritische Container möglichst vorziehen.
INFO15.09.2026
Rheintalbahn: Wochenend-Vollsperrung vom 18. bis 21. September zwischen Offenburg und Müllheim
Auf der Rheintalbahn, der wichtigsten Nord-Süd-Güterachse Richtung Schweiz und Italien, stehen am kommenden Wochenende gebündelte Bauarbeiten an: Die DB InfraGO sperrt die Abschnitte Offenburg–Herbolzheim und Freiburg–Müllheim von Freitag, 18. September, 21 Uhr bis Montag, 21. September, 5 Uhr komplett — gearbeitet wird unter anderem an Oberleitungen, Weichen und Oberbau sowie an Kampfmittelsondierungen für den viergleisigen Ausbau Karlsruhe–Basel. Im Fernverkehr entfallen die ICE-Linien zwischen Offenburg/Karlsruhe und Basel; für den Schienengüterverkehr bedeutet die Vollsperrung Umleitungen und längere Laufzeiten auf dem Korridor Richtung Basel. Verlader mit zeitkritischen KV- und Ganzzugverkehren in die Schweiz und nach Italien sollten für das Wochenende und den Wochenstart Puffer einplanen und Abfahrten mit ihren Traktionären abstimmen.
GRENZE14.09.2026
Westbalkan: Grenzblockade in letzter Minute verschoben — EU-Frachtverkehr läuft vorerst normal weiter
Entwarnung für Südosteuropa-Verkehre: Die für heute ab Mitternacht angekündigte unbefristete Blockade des EU-gerichteten Frachtverkehrs an 21 Grenzübergängen findet vorerst nicht statt. Der federführende serbische Transportunternehmer-Verband „Međunarodni transport" verschob den Protest am Freitagabend, nachdem Verhandlungen mit der EU-Vertretung in Belgrad einen konkreten Durchbruch gebracht hatten — verbindliche Fristen für die Ausstellung spezieller Visa für Berufskraftfahrer vom Westbalkan, deren Fehlen wegen der 90/180-Tage-Regel bislang zu Festnahmen, Abschiebungen und Einreisesperren führte; die Verbände aus Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien schlossen sich der Verschiebung an. Wichtig für Verlader: Die Blockade ist ausdrücklich nur verschoben, nicht abgesagt — halten die EU-Seite und die Mitgliedstaaten die zugesagten Fristen nicht ein, wollen die Verbände „umgehend einen neuen Termin aktivieren". Transporte von und nach Serbien, Bosnien, Montenegro und Nordmazedonien laufen damit vorerst regulär; bei längerfristiger Planung mit Westbalkan-Subunternehmern sollte das Wiederaufleben der Blockade-Drohung aber als Restrisiko eingepreist bleiben.
INFO14.09.2026
Seehäfen: Neues Angebot mit 3,4 Prozent bei zwölf Monaten — Beschäftigte beraten bis heute, bei Ablehnung drohen unbefristete Streiks
Die vierte Tarifrunde für die rund 11.000 Beschäftigten der deutschen Seehäfen hat ein Ergebnis gebracht, aber noch keinen Abschluss: Die Arbeitgeber legten zwei Angebotsvarianten vor — neben dem bekannten 18-Monats-Paket (5,1 Prozent, mindestens 1,20 Euro) erstmals eine 12-Monats-Variante mit 3,4 Prozent mehr Lohn rückwirkend zum 1. August, 200 Euro zusätzlichem Urlaubsgeld und 416 Euro höherer Jahreszulage für Containerbetriebe. ver.di lehnte das 18-Monats-Modell ab und stellt seinen Mitgliedern ausschließlich die 12-Monats-Variante zur Abstimmung — die Rückkopplung in den Betrieben läuft noch bis heute, Montag, den 14. September; Verhandlungsführerin Sylvi Krisch nennt das Angebot lediglich eine „geringfügige Verbesserung". Lehnen die Beschäftigten erneut ab, entscheidet die Bundestarifkommission über eine qualifizierte Mitgliederbefragung — die Vorstufe zu unbefristeten Arbeitskampfmaßnahmen. Verlader sollten die Entscheidung dieser Tage genau verfolgen: Bei einer Ablehnung sind ab dieser Woche jederzeit neue, auch unbefristete Streiks in Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake möglich — zeitkritische Verkehre über die Nordseehäfen weiterhin mit Puffer und Ausweichoptionen planen.
WETTER14.09.2026
Rhein: Kaub-Pegel fällt in den Extrembereich — Frachtraten steigen sprunghaft, BfG erwartet keine Entspannung vor Oktober
Die Niedrigwasserlage an den Bundeswasserstraßen hat sich weiter verschärft: Am Engpass Kaub sackte der Pegel bis auf 22 Zentimeter ab (Stand 10. September) und lag am Sonntagmorgen bei rund 25 Zentimetern — weit unter der 40-Zentimeter-Marke, ab der nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern wirtschaftlicher Gütertransport kaum noch möglich ist; die BfG meldet, dass Pegel im extremen Niedrigwasserbereich teils binnen Stunden um Dezimeterbeträge fallen, und erwartet bis Anfang Oktober keine durchgreifende Entspannung. Die Folgen sind bereits massiv: Die Tankschiff-Frachtraten zwischen Rotterdam und Karlsruhe sprangen binnen einer Woche von rund 100 auf 165 bis 170 Euro je Tonne, Schiffe fahren nur noch mit Bruchteilen ihrer normalen Ladung — und neben dem Rhein sind inzwischen auch Elbe, Weser, Ems und Oder betroffen. Verlader mit Massengut-, Chemie- oder Mineralölverkehren im Rheinkorridor müssen bis auf Weiteres mit Teilbeladungen, hohen Kleinwasserzuschlägen und knappem Schiffsraum kalkulieren; Ersatzkapazitäten auf Schiene und Straße sollten fest gebucht statt nur optioniert werden.
INFO10.09.2026
Seehäfen: Vierte Tarifrunde kurzfristig gestartet — Arbeitgeber kehren nach Warnstreiks an den Verhandlungstisch zurück
Bewegung im Tarifkonflikt der deutschen Seehäfen: Nach dem 48-Stunden-Warnstreik der Vorwoche haben die Arbeitgeber kurzfristig eine vierte Verhandlungsrunde einberufen, die am Mittwoch in Hamburg begonnen hat. ver.di verlangt Nachbesserungen am bisherigen ZDS-Angebot von 5,1 Prozent (mindestens 1,20 Euro pro Stunde, rückwirkend zum 1. August) bei 18 Monaten Laufzeit — insbesondere eine kürzere Vertragslaufzeit; die Forderung für die rund 11.000 Beschäftigten in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake lautet weiterhin 8,2 Prozent beziehungsweise mindestens 2,50 Euro bei zwölf Monaten. Ein Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Für Verlader bedeutet die Rückkehr an den Verhandlungstisch eine vorsichtige Entspannung — scheitert die Runde jedoch, sind nach der klaren Ablehnung in der Rückkopplung neue, auch längere Streiks an den Nordseehäfen kurzfristig wieder möglich; zeitkritische Verkehre über Hamburg und die Weserhäfen sollten bis zu einer Einigung weiter mit Puffer geplant werden.
WETTER08.09.2026
Rhein-Erholung abgebrochen: Pegel fallen wieder — BfG erwartet nachhaltige Entspannung erst im Oktober
Die Ende August einsetzende Erholung an Rhein und Donau ist schon wieder vorbei: Wegen neuerlicher Trockenheit sinken die Wasserstände laut Bundesanstalt für Gewässerkunde an den Bundeswasserstraßen spürbar — am Engpass Kaub ging es vom Zwischenhoch um rund 70 Zentimeter zurück auf zuletzt 34 Zentimeter, die Vorhersage sieht für die nächsten Tage nur noch rund 29 bis 31 Zentimeter. Der für die Beladung maßgebliche „Gleichwertige Wasserstand" von 77 Zentimetern wird laut BfG-Sechswochenvorhersage im Wochenmittel voraussichtlich erst im Oktober wieder nachhaltig erreicht; an der Donau könnte der Pegel Hofkirchen sogar seinen bisherigen Tiefststand aus dem August 2022 unterschreiten. Für Verlader heißt das: Die Abladetiefen im Rheinkorridor sinken wieder, Kleinwasserzuschläge und Teilbeladungen bleiben bis auf Weiteres bestehen — Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene sollten entgegen der Entspannungssignale von Ende August weiterhin fest eingeplant und noch nicht zurückgegeben werden.
STREIK07.09.2026
Niederlande: Landesweiter Bahnstreik am Mittwoch legt auch den Schienengüterverkehr komplett still
Der für den 9. September angekündigte landesweite Streik trifft den Güterverkehr härter als zunächst absehbar: ProRail bestätigt, dass von Mittwoch 2:00 Uhr bis Donnerstag 2:00 Uhr neben dem gesamten Personenverkehr auch sämtliche Güterzüge auf dem niederländischen Netz stillstehen — damit ruht auch der Hafen-Hinterlandverkehr über die Betuweroute; laut FNV beteiligen sich unter anderem die Beschäftigten von ProRail und DB Cargo. Internationale Züge verkehren auf niederländischem Gebiet nicht, und auch am Donnerstagmorgen ist beim Wiederanlauf noch mit Verspätungen zu rechnen. Verlader sollten Bahnsendungen von und nach den Niederlanden — insbesondere Rotterdam-Hinterlandverkehre — um den 9. September herum umdisponieren und Puffer einplanen, zumal die Terminals nach dem Hafenstreik vom Freitag ohnehin Rückstände abarbeiten.
STREIK03.09.2026
Seehäfen: 48-Stunden-Warnstreik läuft — alle sechs deutschen Nordseehäfen bis Freitagabend betroffen
Nach der Ablehnung des Arbeitgeber-Angebots macht ver.di ernst: Seit Beginn der Nachtschicht am Mittwoch läuft ein 48-stündiger Warnstreik, der bis Freitag, den 4. September, nach der Spätschicht andauert — in Hamburg sind über ein Dutzend ZDS-Betriebe betroffen, darunter die HHLA-Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort, Eurogate und der Gesamthafenbetrieb; in Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake wird von Mittwoch bis Freitagabend gestreikt, bei BLG-Cargo Bremen und EVAG Emden ab Donnerstagmorgen. Für Freitagvormittag ist zudem eine Demonstration durch den Hamburger Hafen angekündigt. Hintergrund bleibt die Tarifrunde für rund 11.000 Hafenbeschäftigte: ver.di fordert 8,2 Prozent mehr Lohn, mindestens 2,50 Euro pro Stunde, bei zwölf Monaten Laufzeit. Verlader müssen bis einschließlich Freitag mit weitgehend stillstehender Abfertigung an den Nordseehäfen rechnen — Container- und Stückgutsendungen über Hamburg und die Weserhäfen verschieben sich voraussichtlich in die kommende Woche, Gate-Rückstaus und knappe Terminal-Slots zu Wochenbeginn einplanen; brisant ist die Überschneidung mit dem Rotterdamer Hafenstreik am selben Freitag.
STREIK02.09.2026
Seehäfen: Beschäftigte lehnen Arbeitgeber-Angebot mit großer Mehrheit ab — Warnstreiks wieder möglich
Die Tarifrunde für die rund 11.000 Beschäftigten der deutschen Seehäfen ist doch nicht am Ziel: In der einwöchigen Rückkopplung bis zum 31. August haben mehr als 6.000 Hafenbeschäftigte das nachgebesserte ZDS-Angebot aus der dritten Verhandlungsrunde — 5,1 Prozent mehr Stundenlohn rückwirkend zum 1. August, mindestens 1,20 Euro, bei 18 Monaten Laufzeit — mit großer Mehrheit abgelehnt. ver.di fordert nun einen neuen Verhandlungstermin und hält an 8,2 Prozent beziehungsweise mindestens 2,50 Euro pro Stunde bei zwölf Monaten Laufzeit fest; Verhandlungsführerin Sylvi Krisch schließt Warnstreiks ausdrücklich nicht aus. Für Verlader heißt das: In Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake muss ab sofort wieder mit kurzfristigen Warnstreiks und Abfertigungsverzögerungen gerechnet werden — zeitkritische Container- und Stückgutverkehre über die Nordseehäfen mit Puffer disponieren.
GRENZE02.09.2026
Westbalkan: EU-Kommission lehnt Lockerung der 90/180-Tage-Regel ab — Frächter kündigen Grenzblockaden ab 14. September an
Im Streit um die Schengen-Aufenthaltsregel für Berufskraftfahrer aus dem Westbalkan gibt es keine Annäherung: Die EU-Kommission stellte klar, dass die bestehenden Schengen-Regeln nicht geändert werden — das neue EES-Einreisesystem führe keine neuen Regeln ein, sondern automatisiere nur die Kontrolle der bestehenden 90/180-Tage-Beschränkung. Die Transportverbände aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien, die eine Ausweitung auf rund 120 Tage oder eine Berufsfahrer-Ausnahme fordern, protestierten daraufhin zeitgleich in Belgrad, Sarajevo, Podgorica und Skopje und stellten ein Ultimatum: Kommt bis zum 14. September keine Lösung, wollen sie den EU-gerichteten Frachtverkehr an allen Grenzübergängen blockieren — Pkw und Busse sollen ausgenommen bleiben. Verlader mit Südosteuropa-Verkehren sollten sich ab Mitte September auf Blockaden an den Schengen-Außengrenzen zu Kroatien, Bulgarien, Rumänien und Griechenland einstellen, zeitkritische Sendungen vorziehen und Transporte mit Westbalkan-Subunternehmern eng abstimmen.
INFO02.09.2026
Gotthard-Straßentunnel: 18 weitere Nachtsperren vom 7. September bis 7. Oktober
Nach den August-Sperrungen wird der Gotthard-Straßentunnel im Herbst erneut für Wartungsarbeiten nachts komplett gesperrt — insgesamt 18 Nächte, jeweils in den Nächten Montag bis Freitag, Wochenenden bleiben frei: 7.–11. September von 22 bis 5 Uhr, danach in den Wochen 14.–18. September, 21.–25. September und 28. September–2. Oktober sowie am 5.–7. Oktober jeweils bereits ab 20 Uhr bis 5 Uhr. Nächtlicher alpenquerender Verkehr muss in diesen Zeitfenstern ausweichen — für Lkw vor allem über die San-Bernardino-Route (A13), die entsprechend stärker belastet sein wird. Transitfahrten durch die Schweiz in diesen Wochen möglichst tagsüber disponieren und ab dem 14. September den früheren Sperrbeginn um 20 Uhr beachten.
STREIK31.08.2026
Niederlande: Hafenstreik in Rotterdam am 4. September — landesweiter Nahverkehrs- und Bahnstreik folgt am 9. September
Die Gewerkschaft FNV Havens ruft für Freitag, den 4. September, von 11:15 bis 19:00 Uhr zum Streik im Hafen Rotterdam auf — betroffen sind unter anderem die Containerterminals ECT und APM Terminals Maasvlakte II sowie die Lascher-Firmen ILS und Matrans, kleinere Aktionen sind auch in Amsterdam, Vlissingen und Terneuzen angekündigt; Hintergrund sind geplante Kürzungen bei der Sozialversicherung. Beim Laden und Löschen, Festmachen, Schleppen und bei Ladungskontrollen ist mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen — eine vergleichbare Lascher-Aktion hatte im Vorjahr weite Teile des Rotterdamer Hafens lahmgelegt. Am 9. September folgt zudem ein landesweiter 24-stündiger Streik im öffentlichen Nah- und Schienenverkehr der Niederlande (FNV/CNV). Verlader mit Import-/Exportcontainern über Rotterdam sollten Ende dieser und Anfang nächster Woche mit Rückstaus bei Terminal-Slots und Hinterlandverkehren rechnen und zeitkritische Sendungen vorziehen.
INFO27.08.2026
Seehäfen: Verbessertes Arbeitgeber-Angebot nach dritter Tarifrunde — Entscheidung über Annahme bis Ende August
In der Tarifrunde für die rund 11.000 Beschäftigten der deutschen Seehäfen zeichnet sich eine Lösung ab: Nach der dritten Verhandlungsrunde in Hamburg haben die Arbeitgeber (ZDS) ein nachgebessertes Angebot vorgelegt — 5,1 Prozent mehr Stundenlohn rückwirkend zum 1. August, mindestens aber 1,20 Euro pro Stunde für untere Lohngruppen, 150 Euro mehr Urlaubsgeld, 616 Euro Jahreszulage für Containerbetriebe und eine Laufzeit von 18 Monaten; kein Stundenlohn im Hafen soll künftig unter 20 Euro liegen. ver.di wertet das Angebot als Bewegung in Richtung der eigenen Forderungen und lässt die Beschäftigten bis zum 31. August darüber abstimmen, danach entscheidet die Bundestarifkommission über Annahme oder weitere Streiks. Für Verlader heißt das: Während der Rückkopplungsphase sind keine neuen Warnstreiks in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven angekündigt — fällt das Votum negativ aus, drohen ab September neue Streikwellen.
GRENZE25.08.2026
Grenzkontrollen jetzt mit festem Enddatum: Deutschland meldet Verlängerung bis Mitte März 2027 bei der EU-Kommission an
Die Anfang August angekündigte Fortführung der deutschen Binnengrenzkontrollen ist nun konkret: Bundesinnenminister Dobrindt hat die Verlängerung um weitere sechs Monate — über den 15. September hinaus bis Mitte März 2027 — offiziell bei der EU-Kommission angemeldet. Betroffen sind die Grenzen zu allen neun Nachbarländern; an der polnischen Grenze wird bereits seit Oktober 2023 kontrolliert. Die IHK Ostbrandenburg kritisiert die erneute Verlängerung und verweist auf erhebliche Mehrkosten durch Staus, unter anderem auf der A12. Für den Güterverkehr heißt das: Stichprobenkontrollen und schwankende Wartezeiten an den Übergängen insbesondere aus Polen, Tschechien und Österreich bleiben mindestens bis ins Frühjahr 2027 bestehen — zeitkritische Verkehre weiterhin mit Pufferzeiten disponieren.
STREIK25.08.2026
Italien: Streiks im Schienengüterverkehr am 10./11. September — DB Cargo Italia und Captrain Italia betroffen
Im italienischen Schienengüterverkehr stehen Mitte September Arbeitsniederlegungen an: Bei DB Cargo Italia rufen die Gewerkschaften FILT-CGIL, FIT-CISL, UILT-UIL und ORSA für Donnerstag, den 10. September, zu einem 24-stündigen Streik in der Lombardei auf; bei Captrain Italia wird landesweit von Donnerstag 16:01 Uhr bis Freitag 16:00 Uhr gestreikt. Betroffen sind damit vor allem Güter- und Kombiverkehre von und nach Norditalien über Brenner und Gotthard — inklusive der Terminals im Großraum Mailand. Verlader mit Italien-Verkehren in KW 37 sollten Zugabfahrten um diese Tage herum frühzeitig mit ihren Operateuren abstimmen und gegebenenfalls auf Vor-/Nachläufe per Lkw ausweichen.
WETTER24.08.2026
Rhein-Erholung gewinnt an Tempo: Vorhersage für Kaub erreicht wieder die Marke des Gleichwertigen Wasserstands
Die Entspannung am Rhein setzt sich zum Wochenstart fort und fällt kräftiger aus als zuletzt erwartet: Am Engpass Kaub lag der Pegel am Montag wieder bei rund 47 Zentimetern, und die Vorhersage der Bundesanstalt für Gewässerkunde sieht für die kommenden Tage einen Anstieg in den Bereich von rund 60 bis knapp 80 Zentimetern — damit rückt der für die Beladung entscheidende „Gleichwertige Wasserstand“ von 77 Zentimetern erstmals seit Wochen wieder in Reichweite. Für Verlader bedeutet das spürbar steigende Abladetiefen im Rheinkorridor im Wochenverlauf; noch fahren die Schiffe aber nur mit einem Bruchteil der üblichen Ladung, und Branchenvertreter erwarten eine echte, stabile Entspannung erst gegen Ende September. Wir empfehlen, gebuchte Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene erst gestaffelt und nicht vor einer bestätigten Pegel-Stabilisierung zurückzunehmen, um kurzfristige Rückschläge bei erneut ausbleibendem Regen abzufedern.
WETTER21.08.2026
Rhein-Pegel steigen wieder: Kaub binnen zwei Tagen von unter Null auf über 30 Zentimeter — Entspannung bleibt begrenzt
Der Regen der letzten Tage zeigt Wirkung: Am Engpass Kaub ist der Pegel von minus 2 Zentimetern zu Wochenbeginn auf zuletzt 31 Zentimeter gestiegen, die Vorhersage der Bundesanstalt für Gewässerkunde sieht bis Anfang nächster Woche rund 45 bis 50 Zentimeter — der wochenlange Abwärtstrend ist damit vorerst gebrochen. Von Entwarnung kann aber keine Rede sein: Binnenschiffe können laut Branchenvertretern weiterhin nur rund 20 Prozent der üblichen Ladung mitnehmen, erst in der Nähe des „Gleichwertigen Wasserstands" von 77 Zentimetern wäre eine deutliche Verbesserung erreicht — Fahrtausfälle und Kleinwasserzuschläge bleiben also zunächst bestehen. Verlader sollten gebuchte Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene deshalb noch nicht abbauen, können aber für Anfang September wieder mit schrittweise steigenden Abladetiefen im Rheinkorridor planen.
GRENZE21.08.2026
Donau-Fähren zwischen Bulgarien und Rumänien eingestellt — Lkw-Verkehr konzentriert sich auf die Brücken Russe und Vidin
Das Rekord-Niedrigwasser der Donau trifft jetzt auch die Grenzübergänge: Die Fährverbindungen Orjachowo–Bechet und Swischtow–Zimnicea zwischen Bulgarien und Rumänien haben den Betrieb wegen zu niedriger Wasserstände vorübergehend eingestellt, ein Termin für die Wiederaufnahme ist offen; auch die rumänische Fähre Chiciu–Ostrov fällt derzeit aus. Der Lkw-Verkehr über die Donau muss damit auf die beiden Brücken Russe–Giurgiu und Vidin–Calafat ausweichen — dort ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Zusätzlich melden die bulgarischen Behörden starken Lkw-Andrang an den Übergängen Kalotina (Serbien) und Kapitan Andreevo (Türkei). Verlader mit Bulgarien-Verkehren über Rumänien sollten Zeitpuffer für die Donauquerung einplanen und die Route über Russe oder Vidin fest disponieren.
GRENZE20.08.2026
Westbalkan-Frächter drohen ab September mit neuen Grenzblockaden — auch Bulgarien und Rumänien betroffen
Die Transportverbände aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien drohen damit, ab September die Grenzübergänge zu den EU-Nachbarländern erneut zu blockieren — wie schon im Januar richteten sich die Blockaden dann voraussichtlich gegen die Schengen-Grenzen zu Kroatien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien. Hintergrund ist die 90/180-Tage-Regel für Drittstaats-Fahrer, die durch das neue EES-Einreisesystem strikt durchgesetzt wird: Jeder angebrochene Tag im Schengen-Raum zählt voll, rund 100.000 Berufskraftfahrer sind betroffen. Die Entscheidung hängt am Treffen mit der EU-Kommission am 1. September in Brüssel — scheitert es, wollen die Verbände diesmal bis zur Erfüllung ihrer Forderungen blockieren. Verlader mit Südosteuropa-Verkehren sollten für Anfang September Puffer einplanen und zeitkritische Sendungen möglichst vorziehen; auch Transporte mit Westbalkan-Subunternehmern Richtung Bulgarien/Griechenland können kurzfristig betroffen sein.
GRENZE20.08.2026
Tirol veröffentlicht Blockabfertigungs-Termine für Q1 2027: elf Dosiertage am Brenner-Zulauf
Das Land Tirol hat den Dosierkalender für das erste Quartal 2027 veröffentlicht: An elf Tagen wird der Lkw-Verkehr auf der A12 bei Kufstein Nord Richtung Innsbruck/Brenner ab 5 Uhr früh blockweise abgefertigt — im Januar am 7., 11., 18. und 25., im Februar am 1., 8., 15. und 22. sowie im März am 1., 8. und 15. Durchgelassen werden dann nur rund 250 bis 300 Lkw pro Stunde; im ersten Halbjahr 2026 lag die durchschnittliche Wartezeit an Dosiertagen bei 4,4 Stunden. Für Verlader mit Italien-Verkehren heißt das: Transporte über den Brenner an diesen Tagen möglichst vor- oder nachlagern, längere Standzeiten einpreisen und Fahrer entsprechend disponieren — bei starkem Andrang kann Tirol zusätzliche kurzfristige Dosiertage ansetzen.
WETTER19.08.2026
Pegel Kaub erstmals unter Null — Frachtraten auf dem Rhein auf Allzeithoch
Das Rekord-Niedrigwasser hat die nächste Marke gerissen: Am Engpass Kaub ist der Pegel am Dienstag mit minus 2 Zentimetern erstmals in den negativen Bereich gefallen, in der Fahrrinne bleiben dort nur noch rund 119 Zentimeter Wassertiefe — auch Düsseldorf liegt seit dem Wochenende unter Null, es sind die tiefsten Stände seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die Folge für Verlader: Die Frachtpreise zwischen Karlsruhe und Rotterdam liegen laut Bloomberg-Daten auf einem Allzeithoch, weil die wenigen fahrenden Schiffe nur Teilmengen laden können; auch auf der Elbe ist die Schifffahrt bei 45 Zentimetern am Pegel Dresden nahezu eingestellt. Ökonomen warnen inzwischen vor bis zu 0,3 Prozentpunkten weniger Wirtschaftswachstum. Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene im Rheinkorridor bleiben daher auf Wochen knapp und sollten weiter fest eingeplant werden — die für die nächsten Tage erwartete leichte Erholung auf rund 10 Zentimeter ändert an der kritischen Lage nichts.
INFO19.08.2026
Seehäfen: Warnstreik beendet — dritte Tarifrunde startet Montag in Hamburg
Der 24-stündige Warnstreik in den sechs deutschen Seehäfen ist am Dienstagabend planmäßig zu Ende gegangen; in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven wird der aufgelaufene Rückstau bei der Containerabfertigung nun abgearbeitet — bei Lkw-An- und Ablieferungen sind noch bis in die zweite Wochenhälfte längere Wartezeiten und verschobene Slots möglich. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen dem Arbeitgeberverband ZDS und Verdi ist für Montag und Dienstag (24./25.08.) in Hamburg angesetzt. Scheitert auch diese Runde, drohen weitere Streikwellen an den Terminals — Verlader mit zeitkritischen Import- oder Exportsendungen über die Nordhäfen sollten für die kommenden Wochen Puffer einplanen und Abfahrten möglichst nicht auf den letzten Drücker buchen.
STREIK18.08.2026
Warnstreik legt sechs deutsche Seehäfen lahm — Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven betroffen
Verdi hat die Beschäftigten der Seehäfen Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen — begonnen mit der Nachtschicht am Montagabend, er läuft bis Dienstagabend (18.08.). In Hamburg stehen unter anderem die HHLA-Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort sowie das Eurogate-Terminal weitgehend still. Hintergrund ist die Tarifrunde für rund 11.000 Hafenbeschäftigte: Verdi fordert 8,2 Prozent bzw. mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde bei zwölf Monaten Laufzeit, der Arbeitgeberverband ZDS bietet bislang 5,1 Prozent bei 19 Monaten — über 6.100 Beschäftigte hatten das Angebot zuvor abgelehnt. Verlader müssen an den Terminals mit Rückstaus bei der Containerabfertigung, verschobenen Slots und Wartezeiten bei Lkw-An- und Ablieferungen bis in die zweite Wochenhälfte rechnen; weitere Streikwellen sind nicht ausgeschlossen, solange keine Einigung erzielt ist.
WETTER17.08.2026
Pegel Kaub fällt am Wochenende auf 6 Zentimeter — Gewitterregen bringt den Flüssen kaum Entspannung
Das Rhein-Niedrigwasser hat sich am Wochenende nochmals verschärft: Der Pegel Kaub sank zeitweise auf nur noch 6 Zentimeter, an acht Rhein-Messstellen lagen die Stände unter 10 Zentimetern — Koblenz meldete 2, Düsseldorf sogar nur 1 Zentimeter. Die wenigen verbliebenen Frachtschiffe fahren mit stark reduzierter Abladung, entsprechend hoch bleiben die Zuschläge. Zwar ziehen laut DWD bis Donnerstag Gewitter mit verbreitet 10 bis 30, im Süden bis über 50 Litern Regen pro Quadratmeter durchs Land — für die Pegel bringt das aber kaum Besserung, weil der kurze Starkregen auf den ausgetrockneten Böden größtenteils versickert oder verdunstet; für die Folgewoche ist bereits die nächste Hitzewelle angekündigt. Verlader sollten Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene im Rheinkorridor daher weiter fest einplanen — mit einer Normalisierung der Schifffahrt ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen. Kurzfristige Gewitter-Störungen bei der Bahn sind diese Woche zusätzlich möglich.
INFO17.08.2026
Sonntagsfahrverbot: 15 von 16 Bundesländern setzen aus — nur Sachsen-Anhalt macht nicht mit
Die Niedrigwasser-Ausnahmen vom Lkw-Sonn- und Feiertagsfahrverbot gelten inzwischen fast bundesweit: Neben Rheinland-Pfalz und dem Saarland (jeweils bis 30. September) haben mittlerweile auch Bayern, Hessen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen Lockerungen erlassen — zusammen mit NRW, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Thüringen sind es damit 15 Länder, befristet in der Regel bis 31. August; einzig Sachsen-Anhalt gewährt keine Ausnahme. Die Befreiung ist fast überall an Transporte im Zusammenhang mit den Niedrigwasser-Folgen gebunden; Thüringen hat das Verbot komplett ausgesetzt, Bayern beschränkt die Ausnahme auf unbedingt notwendige Fahrten. Verlader können Ersatzverkehre damit nahezu bundesweit auch am Wochenende disponieren — der Niedrigwasser-Bezug der Fahrt sollte dokumentiert mitgeführt werden, ob die Verlagerung die wegfallenden Schiffsmengen auffangen kann, bleibt in der Branche allerdings umstritten.
WETTER14.08.2026
Niedrigwasser erreicht die Industrie: Lanxess stoppt Produktion, Covestro meldet Force Majeure
Das Rekord-Niedrigwasser schlägt jetzt voll auf die Industrie durch: Lanxess hat die Produktion von Phthalsäureanhydrid in Krefeld-Uerdingen stillgelegt, Covestro hat für sein Werk in Dormagen Force Majeure erklärt — der Chemieverband VCI warnt, die „Warnsignale stehen auf Dunkelrot". Der Pegel Kaub lag heute Morgen bei nur noch 10 Zentimetern, bis Samstag werden rund 9 Zentimeter erwartet; der Rhein ist laut Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt „nicht mehr durchgängig befahrbar". Für Verlader heißt das: Bei Chemie-Vorprodukten und Rheinschiene-Sendungen sind Verzögerungen und Force-Majeure-Meldungen der Lieferanten einzuplanen, Ersatzkapazitäten auf Straße und Schiene bleiben knapp. Leichte Entspannung ist erst mit dem für nächste Woche angekündigten Regen möglich.
INFO14.08.2026
DB Cargo mobilisiert 400 zusätzliche Güterwagen — Schiene übernimmt weitere Binnenschiff-Mengen
Nach RheinCargo stockt nun auch DB Cargo die Ersatzkapazitäten auf: Kurzfristig können rund 400 zusätzliche Güterwagen mobilisiert werden, mittelfristig sollen bis zu 500 weitere Wagen in ein dauerhaftes Vorhaltekonzept für Niedrigwasserlagen fließen — ein einzelner Güterzug ersetzt dabei nach DB-Angaben bis zu zehn Binnenschiffe. Ein eigener Koordinator steuert die Nord-Süd-Verkehre entlang von Rhein und Elbe; Bund und Länder stimmen die Maßnahmen in einer Schaltkonferenz ab. Für Verlader eröffnet das zusätzliche Schienenoptionen im Rheinkorridor — wer Mengen vom Wasser verlagern muss, sollte Kapazitäten jetzt anfragen, da die Nachfrage nach Zugtrassen und Wagen bereits hoch ist.
WETTER13.08.2026
Pegel Kaub bei 12 Zentimetern: Nord-Süd-Schifffahrt kommt zum Erliegen — Ersatzverkehre auf der Schiene laufen an
Der Rhein hat am Pegel Kaub mit nur noch 12 Zentimetern einen neuen Negativ-Rekord erreicht — der bisherige Tiefstand von 25 Zentimetern aus dem Jahr 2018 ist damit weit unterboten, die durchgehende Nord-Süd-Schifffahrt kommt faktisch zum Erliegen. Verbliebene Schiffe fahren mit rund einem Fünftel der üblichen Ladung, die Transportkosten auf dem Wasser haben sich teils vervierfacht. Die Verlagerung nimmt konkrete Formen an: Die HGK-Beteiligung RheinCargo ersetzt mit drei wöchentlichen Zugumläufen Rotterdam–Duisburg (je 2.000 Tonnen) einen Teil der ausfallenden Schiffsmengen, zunächst bis Ende September; der Großhandelsverband BGA fordert, das zulässige Lkw-Gesamtgewicht befristet auf 44 Tonnen zu erhöhen. Bundesverkehrsminister Bilger stellt den Ausbau der Wasserstraßen und die volle Förderung niedrigwassertauglicher Schiffe in Aussicht. Für Verlader heißt das: Laderaum auf Straße und Schiene im Rheinkorridor bleibt auf Wochen knapp — benötigte Kapazitäten frühzeitig sichern.
INFO13.08.2026
Sonntagsfahrverbot: Berlin, Brandenburg und Thüringen ziehen nach — Thüringen setzt komplett aus
Die Liste der Bundesländer, die das Lkw-Sonn- und Feiertagsfahrverbot wegen des Niedrigwassers aussetzen, wird länger: Nach Rheinland-Pfalz, dem Saarland, NRW, Niedersachsen und Baden-Württemberg haben nun auch Berlin und Brandenburg die Ausnahme bis zum 31. August erlassen — beschränkt auf Güter, die üblicherweise per Binnenschiff transportiert würden. Thüringen geht noch einen Schritt weiter und hebt das Sonntagsfahrverbot zunächst ohne Beschränkung auf bestimmte Güter komplett auf, ebenfalls bis Ende August und vorbehaltlich einer Neubewertung der Pegellage. Verlader können Ersatzverkehre damit auch über die Ost-Achsen am Wochenende disponieren; für die auf Binnenschiff-Ersatz beschränkten Ausnahmen sollte die entsprechende Begründung der Fahrt dokumentiert mitgeführt werden.
WETTER12.08.2026
Pegel Kaub soll bis zum Wochenende auf 4 Zentimeter fallen — Niedrigwasser verteuert jetzt auch den Diesel
Die Rhein-Lage spitzt sich weiter zu: Am Engpass Kaub wird bis zum Wochenende ein Pegelstand von nur noch 4 Zentimetern erwartet — eine sichere Fahrrinne über den Mittelrhein gibt es damit faktisch nicht mehr, selbst die Fähre in Kaub hat den Betrieb eingestellt. Das Niedrigwasser schlägt inzwischen auch auf die Kraftstoffpreise durch: Weil Tankschiffe nur mit Bruchteilen ihrer Ladung fahren können, verteuert sich die Versorgung vor allem im Westen Deutschlands — zwischen den günstigsten und teuersten Regionen liegen beim Diesel bereits bis zu acht Cent pro Liter. Verlader müssen sich auf anhaltend knappen Ersatz-Laderaum auf Straße und Schiene sowie steigende Energie- und Dieselkostenzuschläge einstellen; Besserung ist erst mit ergiebigem Regen in Sicht.
INFO12.08.2026
DB stellt Generalsanierungen um: Schrittweise Freigaben statt Komplett-Neustart — Nachbesserungen auf Hamburg–Berlin
Die Deutsche Bahn passt nach Verzögerungen und Kostensteigerungen das Konzept ihrer Generalsanierungen an: Bei den mehr als 40 bis 2036 geplanten Korridor-Vorhaben sollen sanierte Abschnitte und Systeme künftig schrittweise freigegeben werden statt in einem großen Komplett-Neustart. Hintergrund ist unter anderem die Strecke Hamburg–Berlin, deren Wiederinbetriebnahme sich um mehrere Wochen verzögert hatte; der Schienengüterverkehr hatte die monatelangen Vollsperrungen wegen aufwendiger Umleitungen und längerer Transportzeiten wiederholt kritisiert. Auf Hamburg–Berlin stehen zudem Nachbesserungen an: In den Nächten 15./16. und 29./30. August wird die Strecke erneut gesperrt, Güterzüge werden umgeleitet. Für Verlader heißt das: Die Sperrpausen im Hochleistungsnetz bleiben auf Jahre ein Planungsfaktor — mit hoffentlich verlässlicheren Zeitplänen.
INFO12.08.2026
Stau-Wochenende 14.–16. August: Rückreisewelle trifft Feiertagsfahrverbote zu Mariä Himmelfahrt
Der ADAC erwartet am kommenden Wochenende eines der staureichsten des Sommers: In fünf Bundesländern enden die Ferien, die Rückreisewelle Richtung Norden trifft auf Ausflugsverkehr zum Feiertag Mariä Himmelfahrt am Samstag, 15. August. Besonders belastet sind A1, A2, A3, A7, A8 sowie A95/A96. Für den Güterverkehr wichtig: In Österreich gilt am 15. August das ganztägige Feiertagsfahrverbot, in Italien greift zu Ferragosto das Sommer-Fahrverbot — Transporte über Brenner und Tauern sollten entsprechend vor- oder nachgelagert werden. In Deutschland bleibt das Sonntagsfahrverbot wegen des Niedrigwassers dagegen in mehreren Bundesländern ausgesetzt, darunter Baden-Württemberg, NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.
WETTER11.08.2026
Rhein vor De-facto-Zweiteilung: Pegel Kaub fällt diese Woche erstmals auf einstellige Werte
Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) warnt vor einer faktischen Zweiteilung des Rheins: Am Engpass Kaub wird diese Woche erstmals ein einstelliger Pegelstand erwartet — gewerbliche Schiffstransporte über die Mittelrhein-Strecke sind damit praktisch nicht mehr möglich. Der Verkehr zerfällt in einen Nordteil (ARA-Häfen bis Köln über die westdeutschen Kanäle) und einen Südteil über Neckar, Main und Main-Donau-Kanal. Der BDB fordert, vermeidbare Baustellen an Wasserstraße, Schiene und Straße zu verschieben und Lkw-Fahrverbote weiter auszusetzen; Bundesverkehrsminister Bilger unterstützt einen koordinierten Krisenstab. Verlader im Rheinkorridor müssen weiter mit knapper Ersatzkapazität auf Straße und Schiene planen — die Industrie- und Handelskammern warnen, dass der Lkw-Verkehr die Schiffsmengen wegen Fahrermangels nicht voll auffangen kann.
WETTER11.08.2026
Donau-Niedrigwasser: Beladungen stark reduziert — Schwertransport nach Bulgarien gestoppt
Auch die Donau führt extremes Niedrigwasser: Die Pegel liegen in den freien Fließstrecken rund 60 Zentimeter unter dem langjährigen Niederwasserwert, das Fahrwasser beträgt in der Wachau nur noch 2,0 Meter und östlich von Wien 1,8 Meter. Güterschiffe können nur stark reduziert beladen werden, Transporte verlagern sich zunehmend auf Schiene und Straße; im Vergleichsjahr 2018 brach das Donau-Transportaufkommen um rund 25 Prozent ein. Wie angespannt die Lage ist, zeigt ein aktueller Fall: Ein Schwerlast-Verband mit vier über 100 Tonnen schweren Kolli für ein Großprojekt in Bulgarien musste kurz vor Budapest gestoppt werden und wird nun über eine provisorische Ro-Ro-Rampe auf die Straße umgeschlagen. Verlader mit Südosteuropa-Verkehren sollten längere Vorläufe einplanen — die Nachfrage nach Laderaum auf der Straße Richtung Balkan steigt spürbar.
INFO11.08.2026
Bahnstrecke Köln–Aachen wieder frei — zunächst mit Tempolimit
Nach der Entgleisung eines Bauzugs und der Erneuerung zweier beschädigter Weichen ist die Bahnstrecke zwischen Köln und Aachen seit Montag, 10. August, wieder befahrbar. Die Züge rollen zunächst mit verringerter Geschwindigkeit über die reparierte Stelle bei Horrem, sodass es kurzfristig noch zu Verzögerungen kommen kann. Für den Schienengüterverkehr entspannt sich damit die Lage auf der wichtigen Achse Richtung Belgien und den Westhäfen — Umleitungen über Mönchengladbach entfallen. Sendungen im Kombinierten Verkehr über Aachen können wieder regulär disponiert werden.
INFO10.08.2026
Niedrigwasser: Vier Bundesländer setzen Lkw-Sonn- und Feiertagsfahrverbot aus
Als Reaktion auf das Rekord-Niedrigwasser an Rhein, Donau und Elbe haben Rheinland-Pfalz und das Saarland (bis 30. September) sowie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (bis 31. August) das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ausgesetzt — in NRW inklusive der Feriensamstage. Die Ausnahme gilt nur für Güter, die sonst per Binnenschiff fahren würden, einschließlich zugehöriger Leerfahrten; Großraum- und Schwertransporte bleiben ausgenommen. Der Bund flankiert die Länder-Maßnahmen mit schnelleren Genehmigungen für Schwertransporte, weniger Baustellen auf Ausweichrouten und zusätzlichen Kapazitäten bei DB Cargo. Verlader können Rhein-Ersatzverkehre damit auch übers Wochenende disponieren und sollten die Ausnahmen aktiv in der Tourenplanung nutzen.
WETTER10.08.2026
Neue Hitzewelle mit bis zu 38 Grad — Gewitter zum Wochenstart, kein Regen für die Flüsse in Sicht
Deutschland steht am Beginn einer neuen Hitzewelle: Am Montag werden bis zu 36 Grad erreicht, örtlich drohen kräftige Gewitter — im Norden beim Durchzug einer Kaltfront, ab dem späten Nachmittag vor allem in Baden-Württemberg und Bayern. Ab Dienstag setzt sich landesweit trocken-heißes Wetter durch, im Südwesten mit 35 bis 38 Grad; nennenswerter Regen wird erst zur Monatsmitte erwartet. Für den Verkehr bedeutet das: kurzfristige Bahn-Störungen durch Gewitter sind möglich, die extrem niedrigen Flusspegel bleiben mangels Regen bestehen, und die Ersatzkapazität auf Straße und Schiene im Rheinkorridor bleibt entsprechend knapp. Temperaturempfindliche Ladung schützen und Hitzebelastung der Fahrer in der Tourenplanung berücksichtigen.
WETTER07.08.2026
Rhein-Pegel Kaub fällt auf 19 Zentimeter — historischer Tiefstand deutlich unterschritten
Der Pegel Kaub hat am Donnerstag nur noch 19 Zentimeter gemessen — rund fünf Zentimeter unter dem bisherigen Rekordtief vom Oktober 2018 und ein Rückgang von über 30 Zentimetern binnen zwei Wochen. Binnenschiffe können die Engstelle im Mittelrhein kaum noch wirtschaftlich passieren, immer mehr Fahrten werden eingestellt; die Verlagerung auf Bahn und Lkw verknappt die Ersatzkapazität im gesamten Rheinkorridor weiter. Für den 8. August ist ein Niedrigwasser-Spitzengespräch des Bundesverkehrsministeriums in Bonn angesetzt, die Landesverkehrsminister fordern konkrete Hilfsprogramme für die Binnenschifffahrt. Verlader sollten Rheinmengen umgehend umplanen und mit weiter steigenden Frachtraten auf allen Verkehrsträgern im Korridor rechnen.
INFO07.08.2026
Gotthard-Straßentunnel: Zwölf Nachtsperrungen vom 10. bis 27. August
Der Gotthard-Straßentunnel wird zwischen dem 10. und 27. August jeweils Montag- bis Donnerstagnacht von 23 bis 5 Uhr komplett gesperrt — insgesamt 12 Nächte. Grund sind Instandhaltungsarbeiten an der Zwischendecke, mit denen Spannungen im Bauwerk abgebaut und Folgeschäden verhindert werden sollen. Nächtlicher alpenquerender Verkehr muss in dieser Zeit ausweichen; für Lkw bietet sich vor allem die San-Bernardino-Route (A13) an, die dann entsprechend stärker belastet sein wird. Transitfahrten durch die Schweiz in diesen Wochen möglichst tagsüber planen.
INFO07.08.2026
Bahnstrecke Köln–Aachen voraussichtlich bis 10. August gesperrt — Bauzug-Entgleisung und Unwetterschäden
Auf der wichtigen Bahnachse Köln–Aachen kommt es weiter zu erheblichen Einschränkungen: Nach der Entgleisung eines Bauzugs zum Ende der Sommerbauarbeiten bleibt die Strecke zwischen Aachen, Kerpen-Horrem und Köln voraussichtlich bis zum 10. August gesperrt, weil beschädigte Weichen und Betonschwellen als Sonderanfertigungen erst neu produziert werden müssen — die Freigabe war ursprünglich schon für den 24. Juli geplant. Zusätzlich hatten Unwetter in NRW Bäume in Gleise und Oberleitungen stürzen lassen und weitere Streckenabschnitte zeitweise lahmgelegt. Auf dem Korridor Richtung Aachen/Belgien ist daher auch im Schienengüterverkehr mit Umleitungen und längeren Laufzeiten zu rechnen; zeitkritische Sendungen sollten mit Puffer geplant werden.
GRENZE07.08.2026
Italien kontrolliert wieder auf See- und Luftverbindungen von und nach Spanien
Italien hat vom 1. August bis 1. September Grenzkontrollen auf den See- und Luftwegen von und nach Spanien wieder eingeführt; die Landgrenzen sind nicht betroffen. Rom begründet den Schritt mit Risiken für die öffentliche Ordnung und möglicher Sekundärmigration. Für Fähr- und Ro-Ro-Verkehre zwischen Spanien und Italien ist mit längeren Abfertigungszeiten und zusätzlichen Dokumentenkontrollen zu rechnen — insbesondere bei hohem Aufkommen sollten begleitete Verkehre Pufferzeiten einplanen.
INFO07.08.2026
Belgien: Baustelle auf der E40/A3 bei Lüttich — Engpass Richtung Aachen bis Mitte Oktober
Auf der E40/A3 zwischen dem Autobahnkreuz Vottem und der Ausfahrt Hermée–Hauts-Sarts wird seit dem 4. August die Fahrbahn erneuert; Phase 1 läuft bis zum 11. September, eine zweite Phase folgt bis Mitte Oktober. In Fahrtrichtung Aachen wird der Verkehr teils auf die Gegenfahrbahn geführt (50–70 km/h), und die Auffahrt von der E313/A13 aus Lüttich in Richtung Aachen ist während Phase 1 gesperrt — die Umleitung erfolgt ausgeschildert im Autobahnknoten. Auf der Achse Antwerpen/Brüssel–Lüttich–Aachen ist besonders zu Stoßzeiten mit Staus zu rechnen; Verzögerungen in Tourenplanung und Lenkzeiten einkalkulieren.
WETTER04.08.2026
Rhein-Niedrigwasser verschärft sich: Pegel Kaub soll bis Freitag auf 18 Zentimeter fallen
Die Lage am Rhein spitzt sich weiter zu: Die Bundeswasserstraßenverwaltung erwartet am Pegel Kaub für Donnerstag rund 19 und für Freitag nur noch etwa 18 Zentimeter — der bisherige Rekord von 25 Zentimetern aus dem Oktober 2018 würde damit deutlich unterschritten. Binnenschiffe können an der Engstelle nur noch rund 20 Prozent ihrer normalen Ladung übernehmen; die Tankschiff-Fracht Rotterdam–Karlsruhe hat sich mit rund 145–150 Euro je Tonne gegenüber Ende Juni (45 Euro) mehr als verdreifacht. Die IHK warnt vor Engpässen, steigenden Transportkosten und längeren Lieferzeiten, vor allem für Chemie, Stahl und Mineralölwirtschaft. Verlader sollten Rheinmengen wo möglich frühzeitig auf Bahn und Lkw verlagern und im gesamten Rheinkorridor mit knapper Ersatzkapazität rechnen.
WETTER03.08.2026
Rhein-Pegel Kaub auf historischem Tiefststand — Binnenschiffe nur noch mit Bruchteil der Ladung
Das Niedrigwasser am Rhein hat sich weiter verschärft: Am Pegel Kaub wurde mit 25 Zentimetern der historische Tiefststand vom Oktober 2018 erreicht — ungewöhnlich früh im Jahr, mit weiter fallender Tendenz und ohne nennenswerten Regen in Sicht. Binnenschiffe können nur noch mit stark reduzierter Abladung fahren, die Transporte werden zunehmend unwirtschaftlich; Industrieunternehmen wie BASF verlagern bereits Mengen auf Straße und Schiene. Verlader müssen mit deutlich steigenden Frachtraten auf dem Wasser und zusätzlicher Nachfrage nach Lkw- und Bahnkapazität im Rheinkorridor rechnen.
GRENZE03.08.2026
Deutschland verlängert Grenzkontrollen über September hinaus
Bundesinnenminister Dobrindt hat angekündigt, die Binnengrenzkontrollen an allen deutschen Grenzen über Mitte September 2026 hinaus fortzuführen — es ist bereits die vierte Verlängerung seit Einführung der flächendeckenden Kontrollen im September 2024. Ein Enddatum wurde nicht genannt. Für den Güterverkehr bedeutet das: An den Übergängen insbesondere aus Polen, Tschechien und Österreich bleiben stichprobenartige Kontrollen und damit schwankende Wartezeiten bestehen. Zeitkritische Verkehre über die Ostgrenzen sollten weiterhin mit Pufferzeiten disponiert werden.
INFO03.08.2026
Brennerbahn wieder in Betrieb — volle Kapazität auf der Achse Deutschland–Italien
Die Bauarbeiten auf der Brennerbahn zwischen Innsbruck und dem Brenner sind abgeschlossen: Seit Sonntag, dem 2. August, rollt der Zugverkehr auf der wichtigsten Schienenachse zwischen Deutschland und Italien wieder planmäßig. Damit stehen dem Schienengüterverkehr und der Rollenden Landstraße nach gut zwei Wochen Einschränkungen wieder die vollen Kapazitäten zur Verfügung. Kombiverkehre über den Brenner können ab sofort wieder regulär gebucht werden; Rückstaueffekte aus der Sperrzeit sollten in den ersten Tagen noch eingeplant werden.
INFO03.08.2026
Generalsanierung Nürnberg–Regensburg abgeschlossen — Strecke seit 1. August wieder frei
Die Deutsche Bahn hat die Strecke Nürnberg–Regensburg nach fünfmonatiger Generalsanierung zum 1. August wieder in Betrieb genommen. Der Korridor ist Teil der europäischen Verkehrsachse Rhein–Donau und eine zentrale Verbindung für den grenzüberschreitenden Verkehr Richtung Österreich und Südosteuropa; Güterzüge fahren nun wieder auf dem Direktweg statt über Umleitungsstrecken. Zu beachten bleibt: Die nächste Korridorsanierung in Bayern läuft bereits — die Strecke Obertraubling–Passau ist seit Mitte Juni in der Modernisierung, dort bleiben Umleitungen und längere Laufzeiten bestehen.
INFO31.07.2026
August beginnt: Verschärfte Lkw-Sommerfahrverbote in ganz Europa beachten
Mit dem Start in den August gelten auf den wichtigsten Transitachsen Europas weiterhin die Sommerfahrverbote: In Deutschland sind Lkw über 7,5 t bis 31. August samstags von 7 bis 20 Uhr auf den Ferienautobahnen (u. a. A1, A3, A5, A7, A8, A9, A45, A61) gesperrt, in Frankreich gilt am 1. und 8. August samstags 7 bis 19 Uhr ein zusätzliches Fahrverbot, in Italien im August samstags von 8 bis 22 Uhr sowie am Feiertag 15. August. Österreich sperrt samstags 8 bis 15 Uhr, mit Sonderregeln am Brennerkorridor und auf den Tiroler Ausweichstrecken; Polen beschränkt bis 30. August freitags, samstags und sonntags. Wochenendabfahrten nach Süd- und Osteuropa sollten daher konsequent auf Freitagvormittag oder die Nacht zum Montag disponiert werden.
INFO30.07.2026
Höhepunkt der Sommerreisewelle: Stau-Wochenende auf allen Nord-Süd-Achsen — Fernpass am Samstag zeitweise gesperrt
Mit dem Ferienbeginn in den letzten Bundesländern erwartet der ADAC am Wochenende (31.7.–2.8.) das staureichste Sommerwochenende: Betroffen sind vor allem die Nord-Süd-Achsen A1, A3, A7, A8 und A9 mit rund 1.000 Autobahnbaustellen, am stärksten Freitagnachmittag und Samstagvormittag. In Österreich sind A10, A12 und A13 stark belastet, am Gotthard rechnet der TCS mit bis zu 11 Kilometern Stau und Wartezeiten ab 2 Stunden 45 Minuten Richtung Süden. Am Samstag wird die Fernpassstrecke wegen einer Protestaktion von ca. 9:45 bis 12:00 Uhr gesperrt, das Hahntennjoch ist ebenfalls zu. Termingebundene Transporte Richtung Alpen und Italien sollten früh am Freitag oder ab Montag disponiert werden; Wochenend- und Ferienfahrverbote für LKW sind zu beachten.
WETTER29.07.2026
Hitzehöhepunkt am Donnerstag mit bis zu 41 Grad — danach Unwettergefahr im Süden
Die aktuelle Hitzewelle erreicht am Donnerstag ihren Höhepunkt: Am Rhein sind bis zu 41 Grad möglich, nahe am deutschen Allzeitrekord. Entlang der anschließenden Kaltfront drohen ab Donnerstagabend und vor allem am Freitag sowie am Wochenende kräftige Gewitter mit erheblichem Unwetterpotenzial, insbesondere südlich des Mains. Für den Transport bedeutet das: Gefahr kurzfristiger Strecken- und Oberleitungsstörungen bei der Bahn, mögliche lokale Behinderungen auf der Straße durch Sturm und Starkregen sowie erhöhte Anforderungen an temperaturempfindliche Ladung. Zeitkritische Sendungen in Süddeutschland sollten mit Puffer geplant werden.
INFO29.07.2026
Rechte Rheinstrecke bis Mitte Dezember voll gesperrt — Güterzüge linksrheinisch umgeleitet
Die Generalsanierung der rechtsrheinischen Strecke Troisdorf–Wiesbaden ist in vollem Gange: Der Korridor — eine der wichtigsten Güterachsen zwischen den Nordhäfen, dem Rheinland und Süddeutschland/Schweiz/Italien — bleibt noch bis Mitte Dezember 2026 komplett gesperrt. Der Güterverkehr wird überwiegend über die linke Rheinstrecke abgewickelt, die dadurch stark ausgelastet ist; es kommt zu längeren Laufzeiten und geringerer Trassenverfügbarkeit im gesamten Rheinkorridor. In Kombination mit dem aktuellen Niedrigwasser am Rhein sollten Verlader für Schienen- und Kombiverkehre auf dieser Achse bis Jahresende zusätzliche Vorlaufzeiten einplanen.
WETTER28.07.2026
Waldbrände Südwestfrankreich: A63 Richtung Spanien in beiden Richtungen gesperrt
Der Großbrand südlich von Bordeaux hat sich auf rund 42.000 Hektar ausgeweitet, mehr als 220.000 Menschen wurden evakuiert. Die A63 — die Hauptachse zur spanischen Grenze — ist zwischen Cestas und Liposthey in beiden Richtungen gesperrt; Umleitungen führen großräumig über Toulouse (A62/A64) oder die A75, mit mehreren Stunden Mehrfahrzeit und höheren Mautkosten. Auch der Bahnverkehr südlich von Bordeaux ist beeinträchtigt. Iberien-Verkehre sollten bis auf Weiteres mit deutlichen Verzögerungen kalkuliert werden.
WETTER28.07.2026
Niedrigwasser am Rhein: Schiffe nur mit Teilladung — Frachtraten stark gestiegen
Anhaltende Trockenheit drückt die Rheinpegel: Am Engpass Kaub soll der Wasserstand bis Freitag auf rund 20 Zentimeter fallen. Binnenschiffe können teils nur noch mit 15 bis 20 Prozent ihrer Kapazität beladen werden, Reedereien erheben Kleinwasserzuschläge — die Frachtkosten von Rotterdam nach Karlsruhe haben sich seit Ende Juni nahezu verdreifacht. Da Bahn und LKW die Mengen nur begrenzt auffangen können, ist bei rheinnahen Lieferketten (Mineralöl, Chemie, Baustoffe, Agrar) mit Verzögerungen und Mehrkosten zu rechnen.
INFO28.07.2026
Brennerbahn noch bis 1. August gesperrt — Schienengüterverkehr mit halber Kapazität
Wegen Bauarbeiten bleibt die Brennerbahn zwischen Innsbruck und Brenner noch bis zum 1. August komplett gesperrt; südlich schließt eine Sperre Brenner–Sterzing bis 9. August an. Die Transportkapazität auf der Schiene zwischen Deutschland und Italien liegt laut DHL Freight bei nur etwa 50 Prozent, Züge werden großräumig umgeleitet — mit längeren Laufzeiten und teils Zuschlägen ist zu rechnen. Zeitkritische Italien-Sendungen sollten bis Anfang August entsprechend disponiert werden.
INFO28.07.2026
Hamburg und Bremerhaven: Anhaltende Störungen im Hafen-Hinterlandverkehr per Bahn
Maersk meldet für die Seehafen-Hinterlandverkehre ab Hamburg und Bremerhaven anhaltende Zugverspätungen, längere Transitzeiten und Zugausfälle. Ursache sind zahlreiche Baustellen im DB-Netz sowie betriebliche Engpässe an den Hafenbahnen; eine kurzfristige Besserung wird nicht erwartet. Verlader sollten für Im- und Exporte über die deutschen Nordhäfen längere Vor- und Nachlaufzeiten einplanen.
STREIK27.07.2026
Italien: Fünftägiger Streik im Logistik- und Güterkraftverkehr vom 10. bis 14. August angekündigt
Die Gewerkschaft FAO COBAS hat für den 10.–14. August 2026 einen landesweiten 120-Stunden-Streik der Fahrer im Logistik- und Güterkraftverkehrssektor (nationaler Logistik-Tarifvertrag) ausgerufen. In ganz Italien ist mit Verzögerungen bei Zustellung und Warenverteilung zu rechnen; Sendungen von und nach Italien sollten möglichst vor dem 10. August disponiert werden.
GRENZE27.07.2026
Polen führt Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen bis 1. Oktober fort
Polen hat die Binnengrenzkontrollen an der Grenze zu Deutschland (rund 50 Kontrollstellen, u. a. A12/Świecko) und zu Litauen bis zum 1. Oktober 2026 verlängert. Für den LKW-Verkehr sind stichprobenartige Kontrollen und Verzögerungen insbesondere zu Stoßzeiten einzuplanen; betroffen sind Relationen Deutschland–Polen sowie der Transit Richtung Baltikum.
WETTER27.07.2026
Waldbrände in Südfrankreich: Straßensperrungen in der Gironde und im Var
Großbrände an der französischen Atlantikküste bei Bordeaux (Gironde, höchste Warnstufe Rot, rund 2.000 Hektar) und im Hinterland von Saint-Tropez führen zu kurzfristigen Sperrungen von Land- und teils Autobahnstrecken; auch die A9 Richtung Spanien kann betroffen sein. Die Bahnstrecke Nizza–Marseille ist beeinträchtigt. Für Transporte nach Südfrankreich und Spanien sind Zeitpuffer und aktuelle Verkehrsmeldungen einzuplanen, solange die Wetterlage anhält.
INFO27.07.2026
Rheintalbahn: Wochenend-Vollsperrungen zwischen Offenburg und Herbolzheim im August
Die DB InfraGO sperrt die Rheintalbahn zwischen Offenburg und Herbolzheim (Breisgau) an zwei Wochenenden komplett: Fr. 7.8., 21 Uhr, bis Mo. 10.8., 5 Uhr, sowie Fr. 14.8., 21 Uhr, bis Mo. 17.8., 5 Uhr (Gleis-, Weichen- und Signalarbeiten). Der Korridor Rhine–Alpine Richtung Schweiz/Italien ist an diesen Wochenenden nur über Umleitungen befahrbar — mit längeren Laufzeiten im Schienengüterverkehr ist zu rechnen.
INFO27.07.2026
Brenner: Luegbrücke weiter einspurig — zusätzliche LKW-Fahrverbotstage im Sommer
Auf der A13 Brennerautobahn bleibt die Luegbrücke bis voraussichtlich Ende 2027 im Regelbetrieb einspurig (Tempo 60); nur an rund 180 Tagen, vor allem im Sommer, wird zweispurig gefahren. Die ASFINAG hat für 2026 zusätzliche LKW-Fahrverbotstage an reisestarken Wochenenden festgelegt (36 Tage Richtung Süden, 21 Richtung Norden). Für Italien-Verkehre sind an Sommerwochenenden längere Fahrzeiten einzukalkulieren.
INFO26.07.2026
Willkommen auf dem MTLS-Verkehrslage-Blog
Ab sofort veröffentlichen wir hier werktäglich die wichtigsten Meldungen für den europäischen Straßen- und Bahngüterverkehr: Streiks, Grenzwartezeiten, Korridor-Sperrungen (Brenner, Gotthard, Rheintalbahn), Extremwetter mit Transportauswirkung und Störungen auf der Schienenverbindung China–Europa. Jede Meldung nennt ihre Quelle.